Fachkonferenz Berlin, 21.09.2023: Gute Praxis für frühkindliche Kulturelle Bildung: Konzepte – Methoden – Modelle

Gute Praxis für frühkindliche Kulturelle Bildung: Konzepte – Methoden – Modelle

Eine qualitätvolle Bildung für junge Kinder umfasst mehr als kostenfreie Zugänglichkeit, kindgerechte Räume, einen guten Betreuungsschlüssel und bedarfsgerechte Betreuungszeiten. Pädagogische Fachkräfte haben eine zentrale Rolle, um ein ganzheitliches, an den Bedürfnissen der Kinder ausgerichtetes Bildungsverständnis umzusetzen. Zu ihren Aufgaben gehört es, die kindliche Bildung und Entwicklung u.a. in den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Bewegung, Sprache, Erkunden der Umwelt und des Selbst zu unterstützen, Werteorientierungen zu fördern, Handlungsbereitschaft zu stärken und Räume der Partizipation zu eröffnen.

Doch wie sieht es im Kita-Alltag angesichts der angespannten Personalsituation landauf, landab aus? Wie kann die Zusammenarbeit mit kulturellen Bildungseinrichtungen, Künstler*innen, Musiker*innen oder Sport- und Gesundheitsvereinen gelingen, wenn kaum Zeit für Absprachen, Prozessgestaltung und Netzwerkpflege bleibt? Eine Chance bieten kulturelle Bildungsangebote, die themenbezogen und nah am Referenzrahmen des „Gute-Kita-Gesetzes“ angesiedelt sind. Mögliche Formate dafür sind vielfältig: künstlerisch-kreative Sprachförderung, sinnlich-haptisches Erkunden der Umwelt, spielbasierte Gesundheits- und Bewegungsförderung oder Mitbestimmungsmöglichkeiten anhand der Kinderrechte kennenzulernen.

Die Fachkonferenz stellte kompakt Rahmenbedingungen und Beispiele guter Praxis aus dem frühkindlichen Bildungssektor vor und fand mit Unterstützung des Bundesverbands Bildender Künstlerinnen und Künstler e.V. (BBK) und des Deutschen Bibliotheksverbands e.V. statt.

 

Dokumentation

Fachkonferenz Dortmund, 14.09.2023: Verstehst Du mich? Herausforderungen und Chancen von Mehrsprachigkeit in der Kulturellen Bildung

Verstehst Du mich? Herausforderungen und Chancen von Mehrsprachigkeit in der Kulturellen Bildung

Um im Alltag erfolgreich zu sein und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben, sind Kompetenzen in der deutschen Sprache unerlässlich. Ein mehrsprachiges Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen könnte jedoch noch stärker als Ressource für gesellschaftliches Zusammenleben wertgeschätzt und unterstützt werden. Damit sich junge Menschen mit verschiedenen sprachlichen Hintergründen – sei es durch Migration oder Fluchterfahrungen – in ihrem individuellen Potenzial entwickeln können, sind in der außerschulischen Bildung kreativ-spielerische, motorisch-haptische oder emotionsbasierte Konzepte zur Sprachförderung wichtige Elemente. Mehrsprachige Angebote im Bereich Musik, den darstellenden Künsten, der Medienbildung sowie Lese- und Sprachförderung an unterschiedlichen Lernorten bieten die Möglichkeit, dass sich Heranwachsende als kompetent und sozial integriert erleben.

Die Fachkonferenz stellte spartenübergreifend Angebote und Formate vor, die bei Kindern und Jugendlichen ankommen und wirksam sind und fand mit Unterstützung des Bundesverbands Netzwerke von Migrant*innenorganisationen e.V. statt.

 

Dokumentation

Hier finden Sie nachstehend die Präsentationen und Materialien zur Fachkonferenz.

Online-Fachkonferenz, 13.06.2023: Land gewinnen? Vernetzung in ländlichen Räumen: Darauf kommt es an!

Land gewinnen? Vernetzung in ländlichen Räumen: Darauf kommt es an!

Lokale Träger von Jugend- und Kultureinrichtungen in ländlichen Räumen haben in ihrer Arbeit spezifische Probleme zu bewältigen: Belastungen und Arbeitsveränderungen durch Corona, eine dünne Personal- oder Ehrenamtsdecke und die strukturell erschwerte Suche nach Kooperationspartnern zählen dazu. Aber auch Mobilitätsfragen, die Digitalisierung sowie die Ansprache und Betreuung junger Menschen sind Themen, die große Herausforderungen mit sich bringen.

Zentrale Gelingensbedingungen für Projekte sind neben der notwendigen Vernetzung unterschiedlicher Partner in der Region die Lebensweltorientierung und Beteiligung der jungen Menschen vor Ort sowie geeignete jugendkulturelle Orte für Begegnung und gemeinsames Erleben. Denn passende Themen und Treffpunkte erhöhen die Teilnahmewahrscheinlichkeit und Akzeptanz bei den Kindern und Jugendlichen. Solche Kulturangebote ermöglichen wichtige Erprobungsräume des kreativen Schaffens, Erfolgs-erlebnisse, soziale – auch intergenerationale – Gemeinschaft und regionale Verbundenheit. Gleichzeitig können nachhaltige Ideen und Orte für neue Kulturangebote entstehen.

Die Fachkonferenz fand mit Unterstützung der Bundesarbeitsgemeinschaft Spielmobile e. V. und des Bundesmusikverbands Chor & Orchester e.V. statt. Sie lud Akteur*innen mit einem Interesse an der Entwicklung Kultureller Bildung in ländlichen Räumen zum Austausch ein.

 

Dokumentation

 

Padlet-Doku "Gut vernetzt?! Gelingensbedingungen für die Zusammenarbeit im Bündnis", 13.06.2023

Online-Fachkonferenz, 26.04.2023: Tiktok & Co in der Jugendmediennutzung

Tiktok & Co in der Jugendmediennutzung –
(k)ein Problem für die postdigitale Kulturelle Bildung?

Für Kunst und Kultur bietet die digitale Transformation nicht nur vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten, sondern auch neue Wege, junge Menschen für kulturelle Angebote zu begeistern. In den letzten Jahren hat sich eine digitale Kultur mit Memes, Mash-up-Videos und anderen innovativen Präsentations- und Kommunikationsformen entwickelt. Sie bietet Anknüpfungspunkte für eine lebensweltorientierte Kulturelle Bildung. Anspruchsvoll ist allerdings die Aufgabe, kulturelle Angebote so zu gestalten, dass sie geschützte, regelbasierte Erprobungsräume für mediale Bildungserfahrungen bieten. Damit rücken kommerziell geprägte Bedingungen und Räume jugendlicher Mediennutzung und -bildung stärker in den Fokus. Die bei Kindern und Jugendlichen am beliebtesten Anwendungen werden zurzeit von global agierenden Internet-Technologiefirmen aus den USA und China beherrscht.

Wie können Fachkräfte die damit verbundenen Spannungsfelder, Widersprüche und Dilemma-Situationen mit Kindern und Jugendlichen bearbeiten? Wie lassen sich gestalterische Anwendungen nutzen, aber gleichzeitig auch Grenzen und Problemfelder kommerzieller Hard- und Software-Nutzung thematisieren? Welche Alternativen und Open Source-Plattformen und -Tools können stattdessen zur Anwendung kommen?

Die Fachkonferenz widmete sich diesen Fragen mit Unterstützung des JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis. Sie richtete sich an Interessierte aus Kultureller Bildung, offener Kinder- und Jugendarbeit sowie Schulsozialarbeit.

 

Dokumentation

Hier finden Sie nachstehend die Präsentationen und Materialien zur Fachkonferenz.

Hybride Fachkonferenz, 01.12.2022: Kulturelle Bildung und die Woke-Generation

Kulturelle Bildung und die Woke-Generation zwischen Identitätspolitik und Gemeinwohlorientierung

Über Identitätspolitik wird medial und in den sozialen Netzen heiß gestritten. Die teilweise emotional geführte Debatte wirft viele Fragen für Kunst und Kultur auf: Welche Rolle haben die Künste und die Kulturelle Bildung als Identitätsfaktor innerhalb einer individualisierten und fragmentierten Gesellschaft? Wie gestalten wir kulturpädagogische Ansätze und Settings, um sowohl diskriminierungssensibel zu arbeiten, die Würde und Rechte von Einzelnen zu berücksichtigen als auch Gemeinwohlinteressen in ein ausgewogenes Verhältnis zu setzen? Und: Wie lässt sich in diesem Spannungsfeld der künstlerische Freiraum bewahren?

Die Fachkonferenz beleuchtete mit verschiedenen Impulsen und praxisorientierten Workshops Aspekte kultureller Identitäten wie Migration, Geschlechteridentitäten oder Klassismus/ Bildung sowie einen diversitätssensiblen und stärkenorientierten Umgang mit Minderheiten in der Kinder- und Jugendarbeit. Sie diskutiert die Bedeutung von Diskriminierung und Betroffenheit, den (eigenen) Umgang mit kulturellen Prägungen und die Bedeutung von Kunst und Kultur für Identitätsprozesse.

Die Veranstaltung richtete sich an Interessierte und Fachpersonen aus Kultureller Bildung, Jugend- und Sozialarbeit, Schulen, Theater, Soziokulturelle Zentren, Stadtteilarbeit, Migrantenorganisationen und Freiwilligenarbeit.

 

Dokumentation

Hier finden Sie nachstehend die Videomitschnitte und Präsentationen zur Fachkonferenz.

Vortrag
Kulturelle Bildung und Identitäten

Prof. Dr. Susanne Keuchel, Akademie der Kulturellen Bildung

Vortrag
Kulturelle Bildung als Safer Space und Möglichkeitsraum

Merfin Demir, FUMA Fachstelle Gender & Diversität NRW

Aus der Praxis
Film und Empowerment: Ihr wolltet es ja so!

Emily Ivie Winkelsträter, Jugendfilmpreisträgerin 2021

Vortrag
Heteronormativität und Geschlechteridentitäten in muslimischen Gesellschaften

Dr. Ali Ghandour, Zentrum für Islamische Theologie, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Podiumsgespräch
Alle an Bord?! Kulturelle Bildung als Strategie für Empowerment

mit Merfin Demir, Dr. Ali Ghandour und Emily Ivie Winkelsträter

Hybride Fachkonferenz, 08.11.2022: Gemeinsames Erinnern

Gemeinsames Erinnern.
Herausforderungen für eine plurale Erinnerungskultur in der Migrationsgesellschaft

Aufgrund seiner besonderen Geschichte werden Erinnerung und Aufarbeitung in Deutschland seit Jahrzehnten großgeschrieben – speziell, wenn es um die kritische Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus geht. Doch seit einiger Zeit stellt sich zunehmend die Frage, wie Erinnerungskultur in der Migrationsgesellschaft zeitgemäß gestaltet werden kann: wer erinnert an was und aus welcher Perspektive? Dabei geht es nicht nur um die Erinnerung der NS-Zeit. Dies betrifft den öffentlichen Umgang mit der Geschichte der DDR oder die fehlende Aufarbeitung der deutschen Kolonialvergangenheit. Die wiederholte Betitelung rechter Anschläge als Einzelfall bis hin zur anhaltenden Diskriminierung von Minderheiten wie Sinti und Roma oder LGBTTIQ*-Personen in historischen Debatten ist ebenfalls kritisch zu hinterfragen.

Wie sieht also gutes gemeinsames Erinnern in einer vielfältigen, postmigrantischen Gesellschaft aus? Können wir jungen Menschen über kreativ-künstlerische und digitale Formen neue Zugänge zur Erinnerungskultur eröffnen und kulturelle Narrative für unsere Geschichte, Gegenwart und Zukunft gemeinsam gestalten?

Die Fachkonferenz fand mit Unterstützung des Arbeitskreises Gedenkstättenpädagogik und der Türkischen Gemeinde in Deutschland statt und richtete sich an Fachkräfte aus Kultur-, Bildungs- und Sozialarbeit, Museen und Gedenkstätten, Soziokulturellen Zentren, Migrantenorganisationen, Freiwilligen- und Jugendorganisationen sowie weitere Interessierte.

 

Dokumentation

Hier finden Sie nachstehend die Videomitschnitte, Präsentationen und Texte zur Fachkonferenz.

 

Grußworte

Katrin Unger, Arbeitskreis Gedenkstättenpädagogik und Martin Gerlach, Türkische Gemeinde in Deutschland

Begrüßung und Einführung

Prof. Dr. Susanne Keuchel, Akademie der Kulturellen Bildung

Vortrag
Kollektives Gedächtnis und Erinnerungskulturen: eine interdisziplinäre Perspektive

Prof. Dr. Wulf Kansteiner, Aarhus University

Vortrag
Kulturelle Bildung und Gedenkstättenarbeit: Herausforderungen für eine milieuübergreifende, plurale Gestaltung von Erinnerungskultur(en)

Prof. Dr. Bünyamin Werker, Hochschule Hannover

Praxisbeispiel
Mit Leipelt stolpern/ weristhans.com – eine digitale Spurensuche

Mario Antonio Reyes Loredo, Hirn und Wanst, Hamburg

Praxisbeispiel
Sound in the Silence

Dr. Matthias Heyl, Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

Parallele Themenforen

1. ‘Erinnern heißt Vergegenwärtigen, heißt nicht Identifikation!’ – Theaterpädagogische Interventionen
in der Erinnerungsarbeit
Andreas Schmid, Theaterkunst Köln

2. An die Shoah auf TikTok erinnern? Soziale Medien und partizipatives Gedächtnis 
Dr. Iris Groschek, Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte

3. Die Hingucker – Zivilcourage üben 
Dina Peppmöller, Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg;
Moderation: Nina Kliemke, Landesverband Nordrhein-Westfalen des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge

Das Podiumsgespräch „Gemeinsames Gedenken: Plurale Erinnerungskultur in der Migrationsgesellschaft“ der Tagung wurde am 05.02.2023 von 18.04 – 19.00 Uhr im Rahmen der Hörfunk-Programmreihe WDR 3 Forum gesendet und steht danach jederzeit zum Nachhören hier zur Verfügung.

Gäste:
Dr. Iris Groschek, Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte
Kenan Kücük, Multikulturelles Forum
Prof. Dr. Susanne Keuchel; Akademie der Kulturellen Bildung
Dr. Ulrike Schrader, Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal

Moderation: Prof. Dr. Bünyamin Werker

hybride Fachkonferenz, 28.09.2022: Inklusion bereichert: Körper. Performance. Gemeinschaft. Menschenrecht!

Inklusion bereichert:
Körper. Performance. Gemeinschaft. Menschenrecht!

Müssen wir die Darstellungspraxis in den Künsten überdenken? Welche innovativen inklusiven Ansätze und Methoden gibt es schon, die eine gleichberechtigte und barrierefreie Teilhabe für möglichst Viele erreichen? Wie lässt sich in der künstlerischen Praxis ein tiefergreifendes Bewusstsein für gleichberechtigte Situationen schaffen, um Sprachlosigkeit zu überwinden, eigene Ausdrucks- und Bewegungssprachen zu erforschen und sich selber in Beziehung zu einer Gruppe zu erleben? Inklusive Settings bereichern nicht zuletzt das Repertoire um weitere künstlerische Ausdrucksformen wie Rollstuhltanz, Gebärdenchor und vieles mehr.

Die Tagung reflektierte die Praxis der Kulturellen Bildung bezogen auf inklusive Teilhabe. Sie präsentierte gelungene Angebote, Projekte und Methoden und diskutierte daneben bestehende Desiderate und Herausforderungen. Was muss bei einer inklusiven Kulturellen Bildung künftig mitgedacht werden? Und welche neuen künstlerischen Ausdrucksformen entstehen durch inklusive Kollaborationen?

Die Fachkonferenz fand mit Unterstützung der ASSITEJ Bundesrepublik Deutschland statt und richtete sich an Künstler*innen, Kulturvermittler*innen, Fachkräfte der Jugend-, Sozial- und Wohlfahrtsarbeit sowie an Interessierte aus Betroffenenverbänden.

 

Dokumentation

Hier finden Sie nachstehend die Videomitschnitte und Präsentationen  zur Fachkonferenz.

Vortrag
Inklusion und Kultur – Perspektiven auf Praxis
und Professionsentwicklung
in den darstellenden Künsten

Dr. Gustavo Fijalkow, künstlerischer Leiter Forward Dance Company, LOFFT – das Theater, Leipzig

Im Gespräch
Inklusion als Praxis und Professionsentwicklung  in der kulturellen Kinder- und Jugendbildung

Angela Müller-Giannetti, EUCREA e.V./ Dr. Nina Stoffers, LKJ Sachsen e.V.

Aus der Praxis
Frei Fallen – ein inklusives Tanz-Theaterprojekt

Philipp Boos, Schauburg München

Inklusive Theaterarbeit mit und für Kinder und Jugendliche
(Vortrag in Deutscher Gebärdensprache, mit Simultan-Übersetzung)

Pia Jendreizik, Leute wie die e.V.

hybride Fachkonferenz, 18.10.2022: Futures Literacy – Wertewandel, neue kulturelle Narrative und Nachhaltigkeit

Futures Literacy – Wertewandel, neue kulturelle Narrative und Nachhaltigkeit

Wie wollen wir in Zukunft auf diesem Planeten leben, so dass ein Leben unter den Veränderungen des Klimawandels möglich bleibt und wir ihn dabei nicht (weiter) zerstören? Diese Frage bewegt nicht nur junge Menschen, die im Rahmen von „Fridays for Future“ demonstrieren. Die kulturelle Dimension dieser Frage setzt auf eine gestalterische Perspektive und begreift Nachhaltigkeit als Vision und nicht als Schadensbegrenzung. Sie aktiviert die Vorstellungskraft und lädt zum Experimentieren ein. Es gilt, neue Handlungsansätze zu finden, um einen nachhaltigen Umgang mit dem Planeten zu erreichen – im Globalen wie Lokalen.

Kulturelle Bildung und Umweltbildung können mit ihren vielfältigen Gestaltungskompetenzen konkret lokale und regionale Bildungslandschaften aktivieren. So lassen sich außerschulische Lernorte in spartenübergreifenden Bildungsbündnissen systematisch einbeziehen und Pionierprojekte initiieren – von der Schreibwerkstatt über Repair-Cafés, Straßentheater und Umwelt-Performances, den Dreh von Erklärvideos und Doku-Filmen, Bürger- und Umweltfesten oder Aktionswochen. Die Aktionen fördern neue Ideen, Erzählungen, utopische Zukunftsbilder und Vorstellungswelten auf individueller wie gesellschaftlicher Ebene.

Die Fachkonferenz fand mit Unterstützung des Deutschen Volkshochschulverbands statt und richtete sich an Akteur*innen aus Kultureller Bildung, Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung, Kita- und Schulsozialarbeit, Stadtteilarbeit, Wohlfahrts- und Freiwilligenarbeit und dem kommunalen Bildungsmanagement.

 

Dokumentation der Veranstaltung

Hier finden Sie nachstehend die Videomitschnitte, Präsentationen und Texte zur Fachkonferenz.

Vortrag
Potenziale Kultureller Bildung für nachhaltige Entwicklung, neue Narrative und
Wertewandel
in Zeiten des Klimawandels

Prof. Dr. Ernst Wagner, Akademie der Bildenden Künste, München


Vortrag
Zero Waste – Vermeiden und Wiederverwenden statt Verschwenden

Carina Koop, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie

Aus der Praxis
Gemeinsam Wachsen im Mitmachgarten Wirrwuchs

Dr. Sylvia Börner, Volkshochschule Leipzig

 

hybride Fachkonferenz, 12.10.2022: Kulturelle Bildung im Umgang mit künstlicher Intelligenz, digitalen Technologien und Netzpolitik

Kulturelle Bildung im Umgang mit künstlicher Intelligenz, digitalen Technologien und Netzpolitik

Analoge und digitale Welten überlagern sich zunehmend. Algorithmen und künstliche Intelligenz (KI) bestimmen bereits heute unser Leben. Für die Kulturelle Bildung stellen sich dadurch verstärkt Fragen nach förderlichen Rahmenbedingungen für das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen im Horizont der Digitalität. Es gilt, die Thematik spartenübergreifend in die Kulturelle (Medien-)Bildung zu integrieren. Dabei geht es um mehr als eine informatische Grundbildung und Wissen um Apps, Plattformen und Programmierkenntnisse. Vielmehr kommt es darauf an, soziale, ethische, kulturelle, kreative und politische Aspekte mit technischen Kompetenzen und Voraussetzungen im Sinne emanzipatorischer Bildungsansätze miteinander zu verknüpfen. Mit dem Ziel, digitale Technologien sinnstiftend, produktiv und nachhaltig einzusetzen und zu nutzen.

Die Fachkonferenz stellt hierfür Ideen, Vermittlungsformen und Methoden der künstlerisch-kulturpädagogischen Auseinandersetzung mit KI vor. In Workshops befasst sie sich u.a. mit den technischen Grundlagen von KI-Anwendungen, ihren Auswirkungen auf Menschen und Gesellschaft, aber auch mit spielerischen und ästhetischen Anwendungen im Bereich von Kunst und digitaler Spielekultur.

Die Fachkonferenz fand mit Unterstützung des Deutschen Hygiene-Museums statt. Sie lud spartenübergreifend Akteur*innen aus Kultureller Bildung, offener Kinder- und Jugendarbeit, Medienpädagogik, Museen, (Schul-)Sozialarbeit, Migrantenorganisationen, politischer Bildung und Freiwilligenarbeit ein.

 

Dokumentation der Veranstaltung

Hier finden Sie nachstehend die Videomitschnitte und Präsentationen zur Fachkonferenz.

 

Vortrag
KI, digitale Technologien … ein Thema für die Kulturelle Bildung?

Prof. Dr. Susanne Keuchel, Akademie der Kulturellen Bildung


Vortrag
Was kann künstliche Intelligenz, was kann sie nicht, was sollte sie nicht sein?
Fragen an die Medienethik im digitalen Zeitalter

Christian Gürtler, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Filmgespräch: Künstliche Intelligenz im Film
mit Isa Willinger, Regisseurin von Hi, AI  – Liebesgeschichten aus der Zukunft (2019)

Weitere Informationen und Videos zum Thema finden Sie auch in einer Dokumentation zur Tagung „Mensch – Maschine – Kultur – Bildung: Künstliche Intelligenz, Deep Learning, Robotik – Kulturelle Herausforderungen des posthumanen Zeitalters“, die vom 04.-05. Mai 2022 in der Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW in Remscheid stattgefunden hat.

Online-Fachkonferenz 07.07.2022: Stadt-erfahren. Die Erweiterung des Sozialraums als Grenzüberschreitung

Stadt-erfahren. Die Erweiterung des Sozialraums als Grenzüberschreitung

Schulausflüge, Klassenfahrten, Urlaubsreisen sind für Kinder und Jugendliche aus Risikolagen und in sogenannten Brennpunkt-Bezirken nicht selbstverständlich. Aktuelle Studien zeigen: Sie kommen seltener über die Grenze ihres eigenen Stadtteils hinaus und partizipieren nur zu einem einstelligen Prozentsatz an Schulausflügen. Die mobilen und sozioökonomischen Einschränkungen schlagen sich in unterschiedlichen Formen sozialer und kultureller Ausgrenzung sowie verminderten Teilhabe- und Bildungschancen nieder.

Im Rahmen von „Kultur macht stark“ können Freizeitangebote von Kinder-, Jugend- und Kultureinrichtungen wichtige neue Lern- und Erfahrungsräume eröffnen und die räumliche und soziale Mobilität erhöhen. Die zusätzliche Vernetzung und Kontakte zu Bündnispartnern auch über Quartier-Grenzen hinaus bieten weiteres Bildungs- und Teilhabepotenziale. So lassen sich auch milieuübergreifende Peer- oder Patenschafts-Ansätze etablieren, die soziale, kulturelle und analog-digitale Kooperationsprozesse in kulturell-kreativen Formationen ermöglichen.

Die Fachkonferenz fand mit Unterstützung des Paritätischen Bildungswerks Bundesverband statt und richtete sich an Akteur*innen aus Stadtteilarbeit, Schulsozialarbeit, Jugend- und Jugendfreizeitstätten, Museen, Theatern, Jugendkunstschulen und kommunalem Bildungsmanagement.

 

Dokumentation

Hier finden Sie nachstehend die Präsentationen und Materialien zur Fachkonferenz.

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