Fachkonferenz 19.09.2024, Leipzig: Treibstoff K: Kulturelle Bildung und Mobilität in ländlichen Räumen

Treibstoff K: Kulturelle Bildung und Mobilität in ländlichen Räumen

Überall auf dem Land entstehen neue Kulturangebote, die zu Horizonterweiterung, Kreativitätsgewinnen und Demokratiestärkung  führen. Den kreativen Ideen sind keine Grenzen gesetzt: vom Jugendclub mit Bus-Shuttle über ein neues Zirkuszentrum oder Kinoaufführungen im mobilen KulTourDome.

Die Fachkonferenz widmete sich der Rolle von Kultur-Mobilität in ländlichen Räumen. Sie präsentierte übertragbare Praxisbeispiele und kreative Lösungskonzepte aus der Kulturellen Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Anhand von Vorträgen, Praxisbeispielen und kreativen Ideenlaboren veranschaulichte sie, wie mit unterschiedlichen Konzepten und Kooperationsformen auf Mobilitätsprobleme in ländlichen Räumen reagiert werden kann.

Die Fachkonferenz fand mit Unterstützung des Fonds Darstellende Künste e. V. statt.

 

Dokumentation

Hier finden Sie die Videomitschnitte und Dokumentationsmaterialien zur Fachkonferenz.

Vortrag
Orte und Angebote Kultureller Bildung: Treibstoff für räumliche Entwicklungen?
Heike Gumz, HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/ Holzminden/ Göttingen

Projektvorstellung
Rand in Sicht
Astrid Rashed, Schauspielerin und Leiterin JugendTheaterClub, Theater am Rand e.V., Oderaue

Projektvorstellung Zirkus-Theater Kunstlabor „Heimat“
Diana Mubarakshina, Upsala – Interkultureller Zirkusaustausch für Kinder und Jugendliche e.V., Zeitz

Projektvorstellung „KulTourDome“
Dieter Herker, local heroes e.V., Salzwedel

Der KulTourDome ist ein mobiler, speziell konstruierter, aufblasbarer Veranstaltungsraum, der sich besonders für die Kulturarbeit  in ländlichen Regionen eignet. Er ist einfach transportierbar, ohne baurechtliche Genehmigung, jederzeit an jedem Ort innerhalb einer Stunde aufstellbar und in Betrieb zu nehmen. Der KulTourDome kann sowohl bestuhlt für Poetry Slam, Kino, Theater als auch für Ausstellungen, Musik-Acts oder als Bildungsort für Workshop-Angebote genutzt werden. Mit vielfältigen Farben oder Bildern angestrahlt sind die Projektions-Effekte besonders nachts ein Highlight.

Die Anschaffung des KulTourDomes wurde gefördert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Der KulTourDome erhielt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie den MACHEN!-Award 2020.

 

Online-Reihe: Digitale Selbstverteidigung: Kinder- und Jugendmedienschutz stärken

Digitale Selbstverteidigung: Kinder- und Jugendmedienschutz stärken

Digitale Medien prägen das Leben von Kindern und Jugendlichen. Ihre Freizeitaktivitäten und Lebensräume sind mittlerweile hybrid. Der digitale Raum bietet einerseits Möglichkeiten für Austausch, Kreativität, Spiel und Unterhaltung. Gleichzeitig bergen digitale Medien aber auch Risiken und Einflüsse, die die Entwicklung im Kindes- und Jugendalter beeinträchtigen oder
gefährden können.

Die zweiteilige Qualifizierungsreihe informierte darüber, wie Fachkräfte Kindern und Jugendlichen einen altersgerechten und unbeschwerten Umgang mit digitalen und sozialen Medien ermöglichen können. Sie zeigte Strategien im Umgang mit dem Internet auf und wie sich Eingriffe in die Privatsphäre abwehren lassen.

Die Online-Reihe fand mit Unterstützung des JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis statt.

Modul 1
Neue digitale Trends, neue Gefährdungen: Rechtliche Grundlagen des Kinder- und Jugendmedienschutzes
Dieses Modul informiert auf Basis rechtlicher Grundlagen über Risiken und Einflüsse jugendgefährdender Medien und Gewaltphänomene, welche die Entwicklung im Kindes- und Jugendalter beeinträchtigen oder gefährden können. Beleuchtet wird der Medienumgang mit Internetplattformen, sozialen Medien und Games. Es wird über zugrunde liegende Schutzbestimmungen sowie Rechtsfolgen bei Verstößen in der Nutzung aufgeklärt. Des Weiteren geht es um die Förderung einer kritischen Medienkompetenz. Was sollten Heranwachsende, Eltern und Fachkräfte wissen, wenn Kinder und Jugendliche Bilder von sich und anderen über ihr Smartphone teilen, per Messengerdienst gemobbt werden mit Cybergrooming konfrontiert werden?

Referentinnen:
Sarah Bergholz, Juristin, Fachrichtung Kinder- und Jugendschutzrecht
Julia Behr, medienpädagogische Referentin, JFF– Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis e.V.

Modul 2
Sexualisierte Gewalt im digitalen Raum: Kinder und Jugendliche stärken und schützen
Dieses Modul erörtert Formen sexualisierter Gewalt im digitalen Raum sowie das Phänomen der Peer-Gewalt. Die Teilnehmenden lernen wichtige Haltungsgrundsätze zur Verankerung von Prävention in der pädagogischen Praxis kennen und erfahren, wie sie Interventionsmaßnahmen ( z.B. eine Meldung an zuständige Stellen) einleiten können.

Referentin:
Silke Knabenschuh, Medienpädagogin und Referentin Jugendmedienschutz, Prävention sexualisierte Gewalt

 

 

Dokumentation

Hier finden Sie nachstehend die Präsentationen und Handouts zur Online-Reihe.

Online-Fachkonferenz: Demokratische Kultur: Streiten – Versöhnen – Zusammenleben, 14.05.2024

Demokratische Kultur: Streiten – Versöhnen – Zusammenleben

Zurzeit erleben wir auf vielen Ebenen emotionale Auseinandersetzungen über gesellschaftliche Diversität und Meinungsvielfalt. Dabei geht es auch darum, wie wir wertschätzend und respektvoll miteinander umgehen. Dies ist ebenso eine kulturelle Frage. Was braucht es, damit eine Gemeinschaft, bestehend aus Menschen verschiedener Hintergründe, friedlich und konstruktiv zusammenleben kann? Es gibt viele festgefahrene Debatten, aber nur wenige Lösungsansätze sind klar erkennbar.

Es scheint wichtiger denn je, dass Kinder und Jugendliche lernen, sich zu streiten und wieder zu versöhnen. Denn der konstruktive Umgang mit Konflikten und erfolgreiches Streitschlichten stärken das Zusammenleben. Durch konstruktive Kommunikation, das Verständnis für Bedürfnisse, Ängste und Ansichten anderer, gemeinsame Regeln und nicht zuletzt die erfolgreiche Bewältigung von Meinungsverschiedenheiten eröffnen sich viele Möglichkeiten. Dieser Prozess fördert das Finden einer eigenen Rolle in der Gruppe, gesellschaftliche Inklusion und Verständnis für Demokratie. Dabei muss letztlich deutlich werden, dass es unverhandelbare Grundrechte in unserer Gesellschaft gibt.

Die Tagung gab einen Überblick über das Handlungsfeld sowie Praxistipps in altersgerechte Methoden von Streitschlichtung, Konfliktlösungsstrategien und das Führen von kontroversen Debatten. Sie fand mit Unterstützung des Deutschen Volkshochschulverbands und Gegen Vergessen – für Demokratie e.V. statt.

 

 

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Fachkonferenz Kinderschutz: Konzepte für die Kulturelle Bildung, 25.04.2024

Kinderschutz – Konzepte für die Kulturelle Bildung

Wie lässt sich der Kinder- und Jugendschutz in lokalen Bildungsbündnissen und „Kultur macht stark“-Projekten verbessern? Die Fachkonferenz gab einen grundlegenden Überblick zu verschiedenen Formen sexualisierter Gewalt. Dies umfasste eine Sensibilisierung für die Thematik sowie die Klärung von Begriffen aus dem Jugendhilfe- und Sexualstrafrecht. Dargestellt und erläutert wurde beispielsweise, welche Strategien Täter*innen wählen und wie Fachkräfte Signale von betroffenen Kindern und Jugendlichen wahrnehmen und einschätzen können.

Außerdem standen problematische Dynamiken in kulturpädagogischen Zusammenhängen, potenzielle Risiken für Gefährdung und Grundsätze zur Verankerung von Präventionsmaßnahmen im Mittelpunkt. In Workshops und praktischen Übungen arbeiteten die Teilnehmenden an einer angemessenen Haltung zu Themen wie Nähe und Distanz, damit sie in Folge kinderschützende Strukturen in Einrichtungen und „Kultur macht stark“-Bildungsbündnissen entwickeln können. Informiert wurde ferner über Beratungs- und Anlaufstellen vor Ort.

Die Tagung fand mit Unterstützung der Bundesarbeitsgemeinschaft Zirkuspädagogik e.V. statt.

 

Dokumentation

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Praxisbeispiel
Erfahrungen aus dem Prozess der Schutzkonzepterstellung
„Musikschule – ein sicherer Ort“

Eliana Baruffol Sanchez und Thomas Weber, Westfälische Schule für Musik, Münster

 

Online-Fachkonferenz, 23.01.2024: ‚Promoting the Diversity of Cultural Expressions‘

‚Promoting the Diversity of Cultural Expressions‘
Multiperspektivische Ansätze (er)kennen und stärken

Kulturelle Bildung aus einer globalen wie lokalen Perspektive zu verstehen, bedeutet, die Inhalte, Formen und Kontexte von Kunst und Kultur multiperspektivisch zu denken und von den globalen Kulturen zu lernen. Doch wie lässt sich eine Praxis unterstützen, die vielstimmige Bilder und Narrative aus nicht-europäischen Kulturräumen sichtbar macht? Welche vermittelnden Ansätze gibt es und wie lassen sich diese stärken? Das Credo der UNESCO ist in dieser Hinsicht eine Aufforderung zum Handeln: ‚Promoting the diversity of cultural expressions‘.

Die künstlerisch-kulturpädagogische Praxis bietet zahlreiche Anlässe für eine diversitätssensible, multiperspektivische Bildungsarbeit. Multiprofessionell aufgestellte Teams, Kooperationspartner und Netzwerke können darin unterstützen, westlich geprägte Themen und Sichtweisen rassismus- und machtkritisch zu reflektieren. Im Rahmen kultureller Bildungsprojekte kann zum Beispiel ein initiierter Austausch junger Menschen aus diversen Communities über Themen und Handlungsfelder der UN-Nachhaltigkeitsziele Anlass zu globalen Lernen und Handeln werden. Damit rückt das Ziel näher, der Anerkennung bislang ungehörter Stimmen, Ausdrucksweisen und Werke mehr Sichtbarkeit und Geltung zu verschaffen.

Die Fachtagung stellte Grundlagen sowie Best-Practice-Beispiele vor und fand mit Unterstützung des Deutschen Museumsbunds statt.

 

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Hybride Fachkonferenz Erfurt, 14.12.2023: Klima.Kunst.Wandel. Nachhaltigkeit kulturell gestalten

Klima. Kultur. Wandel. Nachhaltigkeit kulturell gestalten – aber wie?

Kein Zweifel: um der anthropogenen Erderwärmung entgegenzuwirken, bedarf es großer gemeinsamer Anstrengungen. Zu den Herausforderungen einer klimafreundlichen Transformation von Gesellschaft und Kultur zählt es, neue Erzählungen und Bilder für nachhaltige Produktions- und Lebensweisen zu entwickeln. Da Transformationsprozesse keine reine Kopfarbeit sind, sondern Gefühle, ganzheitliches Wahrnehmen und aktives Handeln einschließen, bietet sich hier viel Potenzial für einen Beitrag der Kulturellen Bildung und ihrer Stärken: Freiwilligkeit, das prozessorientierte Lernen mit allen Sinnen und offene Erprobungsräume für kreativ-künstlerische Auseinandersetzungen ohne vorab festgelegte Norm- und Zieldefinitionen.

Aber wie können wir den Klimakulturwandel effektiv gestalten? Wie lässt sich die komplexe Thematik in die Lebenswelt von jungen Menschen und ihren Familien, in Alltagskultur und Gewohnheiten einbetten? Methodisch stellte die Fachkonferenz Ansätze und Praxisbeispiele des künstlerischen wie prozessorientierten Kulturellen Lernens in den Mittelpunkt.

Die Fachkonferenz fand mit Unterstützung der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V. statt.

 

Dokumentation

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Vortragspräsentation
Musik als künstlerischer Zugang zur Klimakrise (PDF zum Download: unten)
Dr. Linus Eusterbrock, Department für Kunst und Musik der Universität zu Köln

Dem Bundesministerium für Bildung und Forschung gab Dr. Linus Eusterbrock auch ein spannendes Interview und verriet, wie durch Musikklänge die ökologische Krise konkret und sinnlich erfahrbar wird.
Hier geht es zum Interview auf der Programmseite von „Kultur macht stark“.

Praxisbeispiel
„Comic for Future – Erzählungen gestalten“
Kristin Meyer, Kunstvermittlerin, Zeichnerin und Projektleiterin

Der Song „Konsum, Konsum“ ist mit den Teilnehmenden im Praxisprojekt „Nachhaltig glücklich“ des lokalen Bildungsbündnisses Kulturhaus Walle Brodelpott, Bremen entstanden. Umgesetzt wurde ein Musiktheaterprojekt, das sich mit Fragen der Nachhaltigkeit/BNE beschäftigte.

„Konsum, Konsum“, Text und Musik: MarieLaurence Adamowicz /Wir sind Musik

PROQUA Kultur macht stark 2018-2022: Qualität programmbegleitend weiterentwickeln

PROQUA Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ (2018-2022):
Qualität programmbegleitend weiterentwickeln

 

Deutschland gehört zu den Ländern, in denen die soziale Herkunft maßgeblich über den Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen entscheidet. Nach dem Bundesbildungsbericht 2022 wächst rund ein Viertel aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland in einer schwierigen sozialen Situation auf. Geringe Bildung, niedriges Einkommen oder Erwerbslosigkeit der Eltern schränken ihre Chancen auf einen erfolgreichen Bildungsweg ein. Mit dem Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ fördert das BMBF seit 2013 außerschulische Angebote der Kulturellen Bildung. In „Bündnissen für Bildung“ setzen lokale Akteure Projekte für Kinder und Jugendliche zwischen drei und 18 Jahren um, die einen eingeschränkten Zugang zu Bildung haben.

Die Programmbegleitende Qualitätsentwicklung (PROQUA) der Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW leistete die fachpädagogische Begleitung und Qualitätsentwicklung innerhalb der zweiten Programmphase des Förderprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ (2018-2022). Die Akademie der Kulturellen Bildung ist eine anerkannte Einrichtung der Kinder- und Jugendförderung und qualifiziert mit ihrer langjährigen Expertise im gesamten Themenspektrum der Kulturellen Bildung. Sie unterstützt in ihren Netzwerken den Theorie-Praxis-Transfer und begleitete die Weiterentwicklung der Qualität der Kulturellen Bildung im Programm. Gemäß dem Slogan „thematisch, bundesweit, praxisnah“ lagen die Ziele in der Qualifizierung und Vernetzung der vielfältigen Bündnisakteur*innen von „Kultur macht stark“.

Die bundesweit angebotenen Fachkonferenzen bildeten Plattformen für den Austausch zu spartenübergreifenden Querschnittsthemen der Kulturellen Bildung und förderten die Akteure in ihren Kooperationsstrukturen, der Netzwerkbildung und -pflege. Übergeordnetes Ziel war es, mittels der angebotenen Qualifizierungen, die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen in Risikolagen durch gelingende Kulturelle Bildung innerhalb der lokalen Bündnisse zu verbessern.

Die fachpädagogische Begleitung und Qualitätsentwicklung entfaltete ihre Wirksamkeit durch praxisnahe und kooperativ ausgestaltete Veranstaltungsformate und dezentrale Aktivitäten im gesamten Bundesgebiet. PROQUA orientierte sich an spartenübergreifenden Inhalten des Förderprogramms und bündelte wichtige Expertisen von unterschiedlichsten Praxisvertretern und Wissenschaftlern rund um das Kernthema „Kulturelle Bildung für und mit Kindern und Jugendlichen in Risikolagen“. Hier rückten die Handlungsfelder „Sozialraumorientierung“, „Inklusion“, „Diversität“ und „zielgruppensensible Vermittlung“ stärker in den Fokus der Fachdiskurse als zuvor. Durch das Förderprogramm „Kultur macht stark“ fand im gesamten Feld der außerschulischen Jugendbildung eine intensivere Auseinandersetzung mit Fragestellungen der teilhabegerechten Bildung statt. Schwerpunktthemen der durchgeführten Veranstaltungen waren insbesondere Diversitätssensible Bildungsarbeit, Sozialraumorientierung, Digitalität und Nachhaltigkeit.

Von 2018-2022 arbeitete PROQUA „Kultur macht stark“ erfolgreich mit über 1.700 Teilnehmenden in 40 Fachkonferenzen zu transdisziplinären Themen und Fragestellungen der Kulturellen Bildung. Die Veranstaltungen erreichten Fachkräfte, Multiplikator*innen, Ehrenamtliche, die bundesweit tätigen Fachverbände aus Kultur und Jugendarbeit als Programmpartner sowie weitere Interessierte im Feld der Kulturellen Bildung. Bei der Entwicklung der  Fachkonferenzen arbeitete PROQUA fachlich-konzeptionell mit den Programmpartnern und bedarfsweise weiteren themenspezifischen Partnern zusammen. Zum Gelingen trug gleichfalls die Einbindung von externen Expert*innen und Multiplikator*innen aus Forschung und Praxis der Kulturellen Bildung bei.

Über die gesamte Projektlaufzeit hat PROQUA die Veranstaltungen begleitend evaluiert, um Themen, Formate und Methoden weiterzuentwickeln. Sow wurden innovative Themenfelder aus der Kulturellen Bildung, die zur Qualitätsentwicklung des Programms beitrugen, aufgenommen und integriert. Unter Bündelung der Fachdiskurse wurden Ergebnisse aus den Fachkonferenzen dokumentiert und stehen aufbereitet als didaktische Materialien auf der Projektwebseite bereit. Im Zuge der COVID-19-Pandemie wurden zudem neue digitale und hybride Formate entwickelt, um Teilnehmenden trotz Lockdown-Phasen die Teilnahme an den Fachkonferenzen zu ermöglichen. Damit konnte die Qualitätsvernetzung und Qualitätssicherung der fachpädagogischen Arbeit optimiert und weiterentwickelt werden. Die Aktivitäten von PROQUA leisteten hierdurch einen wichtigen Beitrag zur begleitenden Qualitätsentwicklung im  Förderprogramm „Kultur macht stark“.

Hybride Fachkonferenz, 21.11.2023, Remscheid: Das ABC der inklusiven Kulturellen Bildung

Von Ability bis Zugänglichkeit – das ABC der inklusiven Kulturellen Bildung

Kulturelle Bildung von A bis Z inklusiv zu gestalten ist eine große Herausforderung und Notwendigkeit, um gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen zu erreichen. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass inklusiv beschulte Jugendliche häufiger Ausgrenzung oder Diskriminierung in der Schule als diejenigen in Förderschulen erleben.

Inklusiv ausgerichtete kulturelle Bildungsprojekte sollten an die Alltags-, Bildungs- und Freizeiterfahrungen der jungen Menschen anknüpfen, um Barrieren zu erkennen und abzubauen. Von Anfang an sind hierfür wirksame systemische Konzepte nötig, damit alle Kinder und Jugendlichen – mit und ohne besondere Förderbedarfe – lernen, mit Vielfalt und Differenz umzugehen. Daneben gilt es, das Repertoire an künstlerischen Ausdrucksformen und (Aus-)Bildungsmöglichkeiten im Sinne inklusiver Teilhabe zu erweitern. Dies schließt den Einsatz von Personal, Know-how, die Ausstattung von Räumen mit (technischen) Hilfsmitteln und digitalen Endgeräten, sowie adäquate Unterstützungsangebote ein, die für die kulturelle Bildungsarbeit adaptiert werden können.

Die Fachkonferenz wurde mit Unterstützung des Verbands deutscher Musikschulen und des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbands durchgeführt. Sie richtete sich an Kulturvermittelnde, Künstler*innen, Lehrer, Erzieher*innen, Fachkräfte der Jugend-, Sozial- und Wohlfahrtsarbeit sowie an Interessierte aus Betroffenenverbänden.

 

Dokumentation

Hier finden Sie nachstehend die medialen Dokumentationen und Materialien zur Fachkonferenz.

Vortrag
Allgemeine Leitlinien für die Anleitung künstlerisch-kreativer Tools in der inklusiven Kulturarbeit

Vertr.-Professorin Dr. Susanne Quinten, TU Dortmund

Praxisbeispiel
fabelhaft – bunt und stark! Tanz- und Kunstexperimente

Janet Grau, Bildende Künstlerin, Performance-Artist, Heidelberg

 

Das Podiumsgespräch „Spitzenklasse?! (Aus-)bilden für Kunst, Kultur und Inklusion“ der Tagung wurde am 03.12.2023 von 18.04 – 19.00 Uhr im Rahmen der Hörfunk-Programmreihe WDR 3 Forum gesendet und steht danach jederzeit zum Nachhören hier zur Verfügung.

Gäste:
Rainer Buschmann, Inklusionsbeauftragter Musikschule Bochum
Prof. Tilmann Claus, Rektor der Hochschule für Musik und Tanz Köln
Gerda König, Künstlerische Leitung DIN A 13 Tanzcompany
Dr. Anne Segbers, wissenschaftliche Referentin Bildung & Vermittlung, Inklusion, LVR-Landesmuseum Bonn
Moderation: Michael Köhler

21.11.2023 – Inklusion in Kunst und Kultur: PROQUA-Fachkonferenz diskutiert Wege zur Teilhabe

Die Programmbegleitende Qualitätsentwicklung PROQUA bei „Kultur macht stark“ lud am 21.11.2023 ein zur Fachkonferenz „Von Ability bis Zugänglichkeit – das ABC der inklusiven Kulturellen Bildung“. Am Beispiel von Praxisprojekten und Workshops untersuchte die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Tagung in der Akademie der Kulturellen Bildung, wie sich Kulturelle Bildung inklusiv gestalten lässt, um gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen zu erreichen…

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.

Online-Fachkonferenz, 19.10.2023: Modellhaft – Kulturelle Bildung in der Ganztagsgestaltung

Modellhaft – Kulturelle Bildung in der Ganztagsgestaltung

Alle Kinder und Jugendlichen sollen – unabhängig von ihrer sozialen Herkunft – die Chance haben, zusätzlich zum schulischen Angebot, sportliche, kulturelle und soziale Angebote zu nutzen. Ab 2026 besteht für Grundschüler*innen der Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz. Bereits jetzt können Bildungsbündnisse in „Kultur macht stark“ ihre Projektangebote auf Basis freiwilliger Teilnahme im schulischen Ganztag andocken.

Die Fachkonferenz stellte Erkenntnisse zum aktuellen Stand der Forschung, Perspektiven für die zukünftige Ganztagsgestaltung sowie gelungene Ansätze aus Praxis und Projekten vor. Ob im offenen oder im gebundenen Ganztag, in einem großen Netzwerk, durch Zusammenarbeit mit kulturellen Bildungseinrichtungen, Künstler*innen, Sportvereinen oder Sozialträgern: Vielfältige Konzepte und strukturell fest verankerte Kooperationen können dazu beitragen, dass Ganztag ein Ort ist, an dem sich junge Menschen wohlfühlen und interessenorientiert entwickeln können. Für Qualität und Akzeptanz ist entscheidend, dass der Ganztag aus der Perspektive von und mit Kindern und Jugendlichen beteiligungsorientiert gestaltet wird. Über die Schule hinaus sollte er Brücken in den Alltag und die Lebenswelt der jungen Menschen schlagen.

Die Fachkonferenz fand mit Unterstützung von Aktion Tanz – Bundesverband Tanz in Bildung und Gesellschaft e.V. und dem Bundesverband Freie Darstellende Künste e.V. statt.

 

Dokumentation

Hier finden Sie nachstehend die Präsentationen und Materialien der Fachkonferenz.

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