Fachkonferenz Stuttgart: Zur neuen Rolle des Performativen. Das spartenübergreifende Potenzial in der Kulturellen Bildung

Zuletzt bearbeitet: 26. Oktober 2020
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Zur neuen Rolle des Performativen. Das spartenübergreifende Potenzial der Kulturellen Bildung

Ob Happenings, Fluxuskonzerte, Performances oder Flashmobs: Die vergängliche Kunstform der Performance Art hat sich in der Kunstwelt seit den 1960er Jahren international etabliert. Sie hinterfragt die Trennbarkeit von Künstler*in und Werk sowie die Warenform traditioneller Kunstwerke. In der Kulturellen Bildung führt dieses Handlungsfeld jedoch immer noch ein Schattendasein – zu Unrecht. Performance Art entwickelt ihre Ansätze und Formen im Prozess der künstlerischen Auseinandersetzung mit scheinbar alltäglichen Dingen, Handlungen, Regeln und Normen. Im Mittelpunkt steht eine nicht wiederholbare einzigartige Handlung des Körpers in Raum und Zeit. An der Schnittstelle theatraler, tänzerischer, musikalischer und medialer Prozesse entstehen so überraschend starke Bilder. Die Sequenzen, Projektionen oder Aufführungen und Raum-Installationen können sowohl persönliche als auch gesellschaftliche Themen widerspiegeln.

Aufgrund ihrer methoden-, themen- und spartenübergreifenden Aktionsformen eignen sich performative Verfahren besonders gut für die kulturelle Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Sie sind körper- und handlungsbetont, prozessoffen und machen auch widersprüchliche Aussagen, Perspektiven und Positionen künstlerisch sichtbar. Mit theoretischen und praktischen Impulsen stellte die Fachkonferenz die Potenziale für die Kulturelle Bildung vor. Sie fand statt mit Unterstützung des Bundesverbands Freie Darstellende Künste.

 

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