Mit Kultureller Bildung Gesundheit stärken

 

Kinder und Jugendliche sind durch Pandemie-Folgen, Fluchterfahrungen und soziale Unsicherheiten psychisch stärker belastet als noch vor einigen Jahren. Viele junge Menschen erleben Gefühle von Ohnmacht und schätzen ihr Wohlbefinden als gering ein. Die Beeinträchtigungen können weitreichende Folgen haben: körperliche Beschwerden, geringere Schulleistungen und eingeschränkte Chancen am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt.

Hier birgt Kulturelle Bildung Potenziale für Gesundheit und persönliche Zufriedenheit. Sie eröffnet Heranwachsenden Freiräume abseits von persönlichen Belastungen und Leistungsdruck. Wo Kinder und Jugendliche gemeinsam kreativ werden, Widerstände überwinden, Erfolg und Zugehörigkeit erleben, wachsen Selbstwirksamkeit und Selbstwertgefühl. Beides fördert eine gesunde Entwicklung.

Die Tagung führt mit Vorträgen, Praxisbeispielen und ausgewählten Methoden der Kulturellen Bildung in das Handlungsfeld ein. Sie findet mit Unterstützung der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung sowie des Deutschen Hygiene-Museums Dresden statt. Eingeladen sind Fachkräfte und Akteure aus Kultureller Bildung, Kitas, Schulen, Schulsozialarbeit, Jugendhilfe, Wohlfahrtspflege sowie alle Interessierten, die Kinder und Jugendliche in ihrer gesunden Entwicklung unterstützen möchten.

 

Vorläufiger Programmablauf, 9.12.

09:15 Uhr
Ankommen und Anmeldung

09:45 Uhr
Begrüßung und performativer Energizer

10:00 Uhr
Keynote (English)
Arts and Well-being: From Cultural Rights to Capabilities

This keynote examines the relationship between cultural rights, cultural education, and well-being through the capability approach of Amartya Sen and Martha Nussbaum. While participation in cultural life is recognised as a fundamental human right, formal rights alone do not ensure that children and young people have genuine opportunities to participate meaningfully and equitably. The keynote asks what conditions enable or constrain young people’s opportunities to engage with the arts, develop their creative capacities, exercise agency, and experience belonging. Rather than treating the arts primarily as an intervention expected to produce predetermined benefits, it considers how cultural participation may contribute to well-being while recognising the intrinsic value of artistic and cultural engagement. It argues for a shift from asking simply “Do the arts improve well-being?” to asking “Under what conditions can engagement with the arts expand young people’s opportunities to participate, create, and flourish?”

Prof. Dr. Kai Lehikoinen, University of the Arts, Helsinki

10:30 Uhr
Gespräch
Kunst, Kultur, Bildung und Gesundheit: Annäherungen an ein neues Handlungsfeld

mit
Prof. Dr. Fabian Chyle-Sylvestri, Studiengangsleitung Tanz- und Bewegungstherapie, SRH University
Charlotte Prokop, Referentin für Kinderrechte, Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung
Dr. Carola Rupprecht, Abteilungsleitung Bildung und Vermittlung, Deutsches Hygiene-Museum Dresden
Moderation:
Heike Herber-Fries, Akademie der Kulturellen Bildung

11:00 Uhr
Vernetzung bei Tee und Kaffee

11:30 Uhr
Performativer Energizer

11:45 Uhr
Walk and Talk
Praxisbeispiele und Projektvorstellungen

13:00 Uhr
Mittagspause
mit optionalem Besuch der Sonderausstellung „Wie geht’s?“

14:00 Uhr
Parallele Workshops 1-4

1. Tandem-Führung in der Sonderausstellung „Wie geht’s?“ 
Luise Wachenschwanz, Deutsches Hygiene-Museum Dresden und N.N., Erfahrungsexpertin

2. Musik- und Tanz-Interventionen in der künstlerischen und therapeutischen Praxis:
Entwicklungsräume gestalten

Prof. Dr. Fabian Chyle-Sylvestri und Prof. Dr. Christine Groß, SRH University

3. Die BKJ-Methodenbox MINDCare
Charlotte Prokop, Referentin für Kinderrechte, Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung

4. Understanding Cultural Well-Being
Prof. Dr. Kai Lehikoinen, University of the Arts, Helsinki

15:15 Uhr
Kaffeepause

15:45 Uhr
Abschluss mit Publikumsbeteiligung
Moving forward: Kulturelle Bildung und Gesundheit von Kindern und Jugendlichen jetzt stärken

16:45 Uhr
Ende der Veranstaltung

(Programmänderungen vorbehalten.)

 

Veranstaltungsort

Deutsches Hygiene-Museum Dresden, Lingnerplatz 1, 01069 Dresden

Anreise

Anmeldung

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