Gruppenprozesse sicher leiten
Herausfordernder Alltag in vielen kulturpädagogischen Settings: Die Hälfte der Kinder und Jugendlichen kommt zu spät und ohne Frühstück, zwischen einzelnen kracht es ständig oder sie ziehen sich aus der Gruppe zurück. Für Fachkräfte stellt sich die Frage, wie sie bei Konflikten unterschiedliche Motive, Einstellungen und Werte erkennen, verstehen und professionell bearbeiten können.
Die Fachkonferenz bietet pädagogische Orientierung und Anleitung für ein gutes Miteinander in Gruppenprozessen. Teilnehmende lernen Lösungsstrategien kennen für den Umgang mit den drei großen Ks – Konflikte, Krisen und Katastrophen. Sie üben, wie sich in Gruppen gemeinsame Regeln des Umgangs beteiligungs- und diversitätssensibel vereinbaren und einhalten lassen. Die Konferenz vermittelt zudem, wie Fachkräfte im Rahmen der Selbstfürsorge konstruktiv, ressourcenorientiert und souverän mit schwierigen Situationen umgehen können.
Die Veranstaltung wird mit Unterstützung der BAG Zirkuspädagogik durchgeführt und richtet sich an Fachkräfte und Studierende aus Kultureller Bildung, Assistenzkräfte aus Kitas, Horten, der Ganztagsbetreuung und Freiwilligenarbeit sowie Künstler*innen, die in kulturpädagogischen Projekten arbeiten.
Vorläufiger Programmablauf
9:30 Uhr
Ankommen und Anmeldung
10:00 Uhr
Begrüßung
10:15 Uhr
Keynote
Beziehungen, Interaktionen und Dynamiken in der sozialen Gruppenarbeit verstehen und professionell gestalten (AT)
11:00 Uhr
Tee- und Kaffeepause
11:20 Uhr
Praxisbeispiele und Projektvorstellungen
- Wie geht: zusammen?
Johanna Monnerjahn, Circus Abrax Kadabrax, Hamburg - Herausforderungen für die Gruppenarbeit in einem lokalen Bildungsbündnis: ein Erfahrungsbericht
Ines Rosemann, Zirkusschule Seifenblase, Oldenburg
12:30 Uhr
Mittagspause
13:30 Uhr
Talk
Diskriminierungssensible Projektarbeit: Ausgrenzungen erkennen und vermeiden
mit Referent*innen und Gästen
14:00 Uhr
Parallele Workshops 1- 3 (mit selbstgewählter Kaffeepause)
-
- Gruppenarbeit mit Kindern und Jugendlichen professionell gestalten (AT)
N.N. - Gewaltfreie Kommunikation n. Rosenberg – Empathie als Schlüssel für zufriedene Beziehungen im Alltag
Die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) nach Marshall B. Rosenberg bezieht sich auf die sprachliche Haltung in der Interaktion mit Kindern, Eltern und Kolleg*innen. Der Prozess der GFK besteht aus 4 Komponenten : 1. Beobachtung 2. Gefühl 3. Bedürfnis 4. Bitte. Diese vier Schritte geben Klarheit, Verständnis und Empathie. Es zeigen sich viele Möglichkeiten zur Lösung eines Problems.
Im Workshop lernen die Teilnehmenden die Methode kennen und können sich anschließend in Gründe, die hinter Handlungen stehen, einfühlen. Sie wissen, wie sie mit Stresssituationen umgehen können und dass ihnen verschiedene Handlungsmöglichkeiten offen stehen. Deshalb ist die GFK auch eine Tür, die auf allen Ebenen der Kommunikation und in den unterschiedlichsten Situationen erfolgreich geöffnet werden kann. Nach Erlangen dieser Kenntnisse, werden Kritik, Schuldzuweisungen und Drohungen durch Empathie und Wertschätzung ersetzt. Die Kommunikationsmethode nach Rosenberg ist bedeutsam als Prävention gegen Burnout und Mobbing.
Birgit Rosenthal, Trainerin Gewaltfreie Kommunikation nach M.B. Rosenberg, zertifizierte Mediatorin n. Bundesverband Mediation - Gut starten: Teambuilding-Methoden für die Gruppenarbeit (AT)
Johanna Monnerjahn, Circus Abrax Kadabrax, Hamburg
- Gruppenarbeit mit Kindern und Jugendlichen professionell gestalten (AT)
16:15 Uhr
Blitzlichter aus den Workshops und Ausblick
16:30 Uhr
Ende der Veranstaltung
(Kurzfristige Programmänderungen vorbehalten.)
Anmeldung