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Fachkonferenz Leipzig

24. September - 9:30 bis 16:30

Partizipation und Projektplanung – ein Widerspruch? Offene Gestaltungsräume in Projekten Kultureller Bildung

Offene und freiwillige Angebote Kultureller Bildung können bei Kindern und Jugendlichen abseits von schulischen Leistungszwängen bisher verborgene Interessen und Talente fördern, Chancen eröffnen sowie Erfahrungen von Selbstbestimmung und Selbstwirksamkeit ermöglichen. Die große Unterschiedlichkeit der jungen Teilnehmenden und ihrer Lebenssituationen stellen jedoch für die Projektarbeit der beteiligten Akteur*innen in den unterschiedlichen Praxisfeldern der Kulturellen Bildung oft eine besondere Herausforderung an eine qualitätvolle Umsetzung dar.

Dies gilt umso mehr, wenn die Projektteams die Angebote als offene und partizipative Gestaltungsräume verstehen, in denen alle Beteiligten Inhalte und Zielsetzungen kollaborativ  aushandeln. Eine stärkere Beteiligung und nachhaltig wirkende Selbstermächtigung von Kindern und Jugendlichen vollzieht sich stufenweise. Sie geht mit einer zwar selbstgewählten, aber letztlich unbedingt notwendigen Teilgabe von Handlungs- und Deutungshoheit der involvierten Fachkräfte einher. Mit dem Thema der Mit- und Selbstbestimmung sind zentrale Bildungsfragen der Kulturellen Bildung berührt, unmittelbar aber auch Fragen der Demokratie und Teilhabe.

In Vorträgen, anhand von Praxisbeispielen und dialogischen Austauschformaten werden mit Expert*innen und Akteur*innen aus Forschung, Jugend- und Kulturarbeit Methoden, Praxis- und Handlungsfelder sowie Qualitätsmerkmale für die Arbeit in offenen, kulturpädagogischen Settings vorgestellt und diskutiert.

Die Fachkonferenz findet mit Unterstützung der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung statt.

Programmflyer Leipzig

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Programm:

09:30 Anmeldung und Willkommenskaffee

10:00 Begrüßung

10:15 Mehr Partizipation wagen! Beteiligungschancen für Kinder und Jugendliche
in der Kulturellen Bildung wahrnehmen können

Prof. Dr. Holger Schmidt, Fachhochschule Dortmund

10:45 Offene Settings in der Jugendkulturarbeit: Räume, Methoden, Qualitätsmerkmale
Judith Müller, Alice Salomon Hochschule Berlin

11:15 Austausch und Diskussion

11:45 Praxisbeispiel: Projektvorstellung aus „Kultur macht stark“
Sven Bielig, urban souls e.V., Leipzig

12:15 Mittagspause

13:15 Case Clinics* (in zwei Austauschrunden)
*thematisch moderierter Fachaustausch zu Methoden, Praxisfeldern und Qualitätsmerkmalen offener Settings

1. Kreative Biografiearbeit und Theaterspiel
Wer bin ich?  Für Jugendliche steht die Frage nach der eigenen Identität im Mittelpunkt des Erwachsenwerdens. Das Forum ermöglicht den Austausch über Methoden kreativer Biografiearbeit in Theaterprojekten.
Sofie Hüsler, Schauspielerin und Theaterpädagogin, Berlin

2. Freie Wörter: Erzählkunst
Der Austausch thematisiert die Kraft des (mehrsprachigen) Erzählens und der kulturellen Verständigung in Projekten mit Kinder und Jugendlichen mit vielfältigen Herkunftsbiografien.
Ilhan Emirli, Erzähler und Streetworker, Berlin

3. HipHopEducation in der offenen Kinder- und Jugendarbeit
Die Teilnehmenden tauschen sich über HipHop als jugendliche Szenemusik und Einstieg in die eigene Produktion von Songs aus.
Gürkan, Erdugan, Dipl. Musikdesigner und HipHop-Dozent, x-vision,  Bochum

4. Mobile Angebote: offene Kunstateliers für geflüchtete Kinder und Jugendliche
Die kollegiale Austauschrunde thematisiert mobile und offene Kunstateliers für geflüchtete Kinder und Jugendliche. Sie bieten die Möglichkeit eines kreativen Schutzraumes, um wieder Kind zu sein und eigenen inneren Bildern begegnen zu können.
Hildegard Strutz, Kunstschule PINX, Schwarmstedt

5. Qualitätsmerkmale Kultureller Bildung in offenen Settings
Jugendkulturarbeit in Offenen Settings bedeutet zuerst einmal, dass die Teilnehmenden freiwillig da sind. Das bietet viele Vorteile, birgt aber auch Herausforderungen. Diese Austauschrunde bietet Raum, um über die Planung und Umsetzung von Projekten in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit zu sprechen.
Judith Müller, Alice Salomon Hochschule Berlin

15:15 Tee- und Kaffeepause

15:30 Podiumsgespräch: Hohe Kunst? Herausforderungen und Potentiale von Offenen Settings in der Kulturellen Bildung

16:30 Verabschiedung und Ende der Veranstaltung

(Programmänderungen vorbehalten.)

Details

Datum:
24. September
Zeit:
9:30 bis 16:30
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Villa Rosental Leipzig
Humboldtstraße 1
Leipzig, 04105 Deutschland
+ Google Karte
Website:
https://www.villa-rosental.de/anreise.php?lang=de

Veranstalter

ProQua
Telefon:
02191-794-228