Online-Fachkonferenz Teilhabechancen im Kontext von Disability und Kultureller Bildung

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Teilhabechancen im Kontext von Disability und Kultureller Bildung

Inklusion respektiert die Vielfalt von Menschen und wendet sich gegen alle Arten von Ausgrenzung. Aber wie funktioniert das und wo befindet sich die Kulturelle Bildung in Deutschland zurzeit bei der Inklusion? Wie steht es um die kulturellen Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen, die von mehrfachen Benachteiligungen im Kontext Armut und Behinderung (Disability) betroffen oder bedroht sind?

Die Konferenz setzte sich mit den unterschiedlichen Erfahrungen und Konzepten von Inklusion in der Jugendkulturarbeit auseinander. Sie brachte Expertisen aus verschiedenen künstlerischen Sparten zusammen, um von- und miteinander zu lernen. Anhand von wissenschaftlichen und praxisorientierten Impulsen diskutierten die Teilnehmenden Hemmnisse und Chancen auf dem Weg zur Umsetzung eines zeitgemäßen Inklusionsbegriffes, der Verschiedenheit als Normalität betrachtet.

Die Fachkonferenz wurde unterstützt von der Bundesarbeitsgemeinschaft Zirkuspädagogik und richtete sich ausdrücklich und spartenübergreifend an alle Fachkräfte in der Kulturellen Bildung.

analog-digitale Fachkonferenz Eine Frage des Standorts? Östliche und westliche Perspektiven auf Kulturelle Bildung

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Eine Frage des Standorts? Östliche und westliche Perspektiven auf Kulturelle Bildung

30 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung fragen viele immer noch nach der Herkunft aus Ost – oder Westdeutschland, weil damit eine bestimmte Form der Sozialisation und kulturellen Prägung verbunden ist. Was kann Kulturelle Bildung tun, um mögliche Distanzen zu überbrücken und für Kinder und Jugendliche gesellschaftliche Gemeinsamkeiten herauszustellen? Dabei stellt sich die Frage nach den eigenen fachlichen Verwurzelungen: Wie haben sich fachliche Perspektiven innerhalb der Kulturellen Bildung zwischen 1945 und 1990 entwickelt? Wurden diese Wissensbestände nach der Wende zusammengeführt? Welche inhaltlichen und strukturellen Erfahrungen und Erkenntnisse fanden Eingang in die gemeinsame bundesdeutsche Debatte zur Kulturellen Bildung? Begegnen sich die unterschiedlich geprägten Fachperspektiven auf Augenhöhe? Welche kulturgeschichtlichen und jugendkulturellen Inhalte werden in Dokumentationen, Schulbüchern oder Vorträgen dargestellt und wie werden sie bewertet? Ist hier eine westliche Geschichtsperspektive dominant?

Die Fachkonferenz setzte sich mit historisch gewachsenen Fachtraditionen auseinander und erörterte vor diesem Hintergrund die Chancen neuer Narrative und gemeinsamer fachlicher Perspektiven für die Kulturelle Bildung. Die Tagung fand mit Unterstützung der Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen e.V. statt und richtete sich an alle Interessierten in der Kulturellen Bildung.


Das Podiumsgespräch “Keine Standortfrage: gesamtdeutsche Herausforderungen und Perspektiven in der Kulturellen Bildung” wurde durch WDR 3 Forum für den Hörfunk aufgezeichnet.

Gäste:
Dr. Marcus Böick, Zeithistoriker, Ruhr-Universität Bochum
Klaus Farin, Aktivist, Schriftsteller, Publizist und Verleger, Berlin
Dorit Linke, Autorin & Vorstandsmitglied von metis e.V.
Valerie Schönian, Journalistin und Autorin
Prof. Dr. Susanne Keuchel, Direktorin Akademie der Kulturellen Bildung
Moderation: Susann Krieger

Sobald ein Sendetermin feststeht, wird dieser hier veröffentlicht.

Fachkonferenz Halle: Nachhaltigkeit in der Kulturellen Bildung: Upcycling, Lifehacks & Co.

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Nachhaltigkeit in der Kulturellen Bildung: Upcycling, Lifehacks & Co.

Mit Blick auf die UN-Nachhaltigkeitsziele und eine sich rasant verändernde Welt stellte die Fachkonferenz die Potenziale der Kulturellen Bildung für Fragen der Zukunftsgestaltung und einer nachhaltigen Entwicklung in den Fokus. Insbesondere künstlerisch-ästhetische Prozesse, Praxen und Vermittlungsformen bieten Kindern und Jugendlichen hier offene Denk- und Möglichkeitsräume. Sie können ihre Ideen, Erfahrungen sowie Herausforderungen auf die Tragfähigkeit und Brauchbarkeit für eine nachhaltige Entwicklung hinterfragen und fortentwickeln. Junge Menschen erfahren, dass sie etwas bewirken und auch verändern können. Das ist entscheidend für die Motivation, sich zu engagieren und bei der Fortentwicklung der Gesellschaft aktiv mitzuwirken.

Eingeladen waren alle Interessierten, Studierenden, Fachpersonen und Multiplikator*innen der Kulturellen Bildung, Jugend- und Sozialarbeit. Sie diskutierten erstmals für das Förderprogramm die Potenziale der Kulturellen Bildung für eine nachhaltige Entwicklung. Die Fachkonferenz fand statt mit Unterstützung des Paritätischen Bildungswerks Bundesverband.

Hier finden Sie das Grußwort von Prof. Dr. Ernst-Ulrich von Weizäcker und den Vortrag “Wir sind dran: Projekt ‘Welt retten’ – Impulse für eine gesellschaftliche Verantwortung in der Kulturellen Bildung” von  Prof.in Dr. Gerlind Große, Fachhochschule Potsdam.

Fachkonferenz Stuttgart: Zur neuen Rolle des Performativen. Das spartenübergreifende Potenzial in der Kulturellen Bildung

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Zur neuen Rolle des Performativen. Das spartenübergreifende Potenzial der Kulturellen Bildung

Ob Happenings, Fluxuskonzerte, Performances oder Flashmobs: Die vergängliche Kunstform der Performance Art hat sich in der Kunstwelt seit den 1960er Jahren international etabliert. Sie hinterfragt die Trennbarkeit von Künstler*in und Werk sowie die Warenform traditioneller Kunstwerke. In der Kulturellen Bildung führt dieses Handlungsfeld jedoch immer noch ein Schattendasein – zu Unrecht. Performance Art entwickelt ihre Ansätze und Formen im Prozess der künstlerischen Auseinandersetzung mit scheinbar alltäglichen Dingen, Handlungen, Regeln und Normen. Im Mittelpunkt steht eine nicht wiederholbare einzigartige Handlung des Körpers in Raum und Zeit. An der Schnittstelle theatraler, tänzerischer, musikalischer und medialer Prozesse entstehen so überraschend starke Bilder. Die Sequenzen, Projektionen oder Aufführungen und Raum-Installationen können sowohl persönliche als auch gesellschaftliche Themen widerspiegeln.

Aufgrund ihrer methoden-, themen- und spartenübergreifenden Aktionsformen eignen sich performative Verfahren besonders gut für die kulturelle Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Sie sind körper- und handlungsbetont, prozessoffen und machen auch widersprüchliche Aussagen, Perspektiven und Positionen künstlerisch sichtbar. Mit theoretischen und praktischen Impulsen stellte die Fachkonferenz die Potenziale für die Kulturelle Bildung vor. Sie fand statt mit Unterstützung des Bundesverbands Freie Darstellende Künste.

Hier finden Sie die Video-Mitschnitte der Vorträge von Prof.in Dr. Dorothea Hilliger, Hochschule der Bildenden Künste Braunschweig: Doing subject: Subjektbezogene Bildungspotenziale in den performativen Künsten

und Prof. Dr. Christoph Lutz-Scheurle, Fachhochschule Dortmund: Work in Progress. Über die Kunst Performance-Kunst zu vermitteln: pädagogische Qualitäten und künstlerisches Selbstverständnis von Fachpersonen.

Online-Fachkonferenz, 24.06.2020: Neue künstlerische Strategien der Lese- und Schreibförderung

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Neue künstlerische Strategien der Lese- und Schreibförderung

Lesen und Schreiben sind grundlegende Kulturtechniken, die Kindern und Jugendlichen bestenfalls Freude machen, neue Welten erschließen und Kommunikation mit anderen fördern. Gerade die Familie spielt eine frühe und wichtige Rolle in der Lesesozialisation. Fällt sie weg, bedeutet dies Einschränkungen bei den Lese- und Schreibkompetenzen. Die Zeit der Kita- und Schulschließungen während der Corona-Pandemie kann diese Situation sogar noch verschärfen. Daher gilt es, Kindern und Jugendlichen in ihrer Freizeit zu Hause kreative digitale Angebote zu machen, um sie für das Lesen und Schreiben zu begeistern.

Die Online-Konferenz fand mit Unterstützung des Deutschen Volkshochschulverbandes und der Stiftung Lesen statt. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in aktuelle Studienbefunde zur non-formalen Lese- und Schreibförderung. In moderierten Workshops konnten sie sich außerdem über künstlerische digital-analoge Strategien (nicht nur) für die Zeit eines kontaktarmen Miteinanders im Pandemie-Alltag austauschen.

Flyer_Online-Fachkonferenz_24.06.2020

Online-Fachkonferenz, 17.06.2020: Digitale Spielekultur und Kulturelle Bildung

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Digitale Spielkultur und Kulturelle Bildung

17.06.2020

Digitale Spiele sind fester Bestandteil der Alltagswelt von Kindern und Jugendlichen. Sie sind angenehmer Selbstzweck und spielerische Auseinandersetzung mit der Umwelt zugleich. Wurde früher – und so lange ist das noch nicht her – auf dem PC und der Konsole gespielt, befindet sich das Spiel heute häufig auch auf dem Smartphone oder Tablet. Doch der Umgang mit digitalen Spielen will gelernt sein. Auch „Digital Residents“ brauchen gute Medienbildung und Begleitung.

Die Fachkonferenz lotete das spartenübergreifende Potenzial digitaler Spiele für die Kulturelle Bildung aus, um Bildungschancen und -wege, die dem alltäglichen Spielen und den Spielerkulturen innewohnen, pädagogisch konstruktiv und kreativ zu begleiten. Thematisiert wurde der Übergang zu künstlerischen und produktionsorientierten Formaten, um z.B. Bewegungs- und Navigationsprinzipien digitaler Spiele für eine Tanz-Choreografie oder zur Beschäftigung mit dem eigenen Wohnumfeld zu nutzen. Daneben wurden medienpädagogische Haltungen und Formate zur Diskussion gestellt, die Heranwachsende unterstützen, einen reflektierten, selbstbestimmten Umgang mit problematischen Sachverhalten innerhalb der Spielekultur zu finden.

Die Fachkonferenz fand als Online-Videokonferenz mit Unterstützung der Stiftung Digitale Spielekultur statt.

Flyer_Online-Fachkonferenz_17.06.2020

 

Dokumentation:

Vortrag Prof. Dr. Judith Ackermann: Das transdisziplinäre Potenzial von Games in der Kulturellen Bildung

Mitschrift/ Dokumentation WK 2 Games und Ethik

Fachkonferenz Mannheim, 27.01.2020: Für uns gemacht? Spiel- und Lernorte für Kinder und Jugendliche im öffentlichen Raum

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Für uns gemacht? Spiel- und Lernorte für Kinder und Jugendliche im öffentlichen Raum

27. Januar 2020

Dürfen Kinder und Jugendliche sich im öffentlichen Raum frei bewegen, ihn sich aneignen und auch (um-)gestalten? Die Frage,
wer wie und unter welchen Bedingungen den öffentlichen Raum nutzen kann, wird ständig neu ausgehandelt. Oft sind die
Möglichkeiten der ästhetisch-gestaltenden Einflussnahme ungleich verteilt. Kinder und Jugendliche sind in Raumplanungs-
Prozessen zumeist unterrepräsentiert.

Wie können Projekte und Aktionen aussehen, die junge Menschen im öffentlichen Raum aktiv sein lassen? Mit der Methode und Praxis des „urbanen Lernens“ verbinden sich Handlungsfelder aus Pädagogik, Architektur, Design, Kunst und Stadtplanung. Sie vermittelt Kindern und Jugendlichen ein Verständnis für Lokalgeschichte und Stadtentwicklung. Gleichzeitig eröffnet sie Möglichkeiten für Mitbestimmung und eigene Gestaltung. Im ländlichen Raum dagegen bieten sich ganz andere Möglichkeiten, aber auch Hürden: Viel Platz, aber wenig los? Wo finden Akteure der kulturellen Bildung hier die Zielgruppe, wo Künstler und Künstlerinnen? Und schließlich: welche Bedingungen, Chancen und Risiken bietet der virtuelle Raum?

Anhand von Vorträgen und praxisorientierten Workshops erweiterten die Teilnehmenden ihr Repertoire zu Spiel- und Lernräumen im öffentlichen Raum. Die Konferenz fand statt mit Unterstützung der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren.

 

 

Fachkonferenz Berlin, 02.12.2019: Kulturelle Bildung in postdigitalen Erlebniswelten

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Fachkonferenz Berlin

02.12.2019

Kulturelle Bildung in postdigitalen Erlebniswelten

Analoge und digitale Kulturrezeption und -produktion durchdringen sich in zeitgenössischen Jugendkulturen immer stärker. Kinder und Jugendliche als Digital Natives unterscheiden heute im Gegensatz zu älteren Erwachsenengenerationen als Digital Immigrants nicht mehr zwischen digitalen und analogen Erfahrungen, zwischen virtuellen und reellen Welten. Sie übertragen, mischen und arrangieren Figuren, Formen oder Geschichten vom Analogen ins Digitale und umgekehrt. Dies gilt z.B. für Computerrollenspiele, Escape Rooms oder E-Sport-Turniere. Auch befördern smarte digitale Tools künstlerische Gestaltungsprozesse, ohne analoge „handwerkliche“ Technik wie Malen, Zeichnen oder das Spielen eines Musikinstruments erlernen zu müssen.

Die Fachkonferenz untersuchte, welche Potenziale diese neuen Erlebnis- und Erfahrungswelten für Persönlichkeitsentwicklung und Gemeinschaftssinn haben und was dies zukünftig für Konzepte, Räume und Vermittlungsansätze bedeutet. Wie kann Kulturelle Bildung die digitale Teilhabe junger Menschen aktiv fördern? Und welche Chancen bieten Digitalisierung und Selbstaneignung für unsere Gesellschaft?

Die Teilnehmenden erprobten und reflektierten im transdisziplinären Austausch den Einsatz von verschränkten postdigitalen Gestaltungs- und Projektansätzen für die Kulturelle Bildung. Die Fachkonferenz fand mit Unterstützung der Stiftung Digitale Chancen statt.

Fachkonferenz Remscheid, 20.10.2019: LGBTIQ… Über Geschlechteridentitäten in der Kulturellen Bildung

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Fachkonferenz Remscheid

29.10.2019

LGBITQ… Über Geschlechteridentitäten in der Kulturellen Bildung

Die Bildung sexueller Identität ist von herausragender Bedeutung für die Jugendphase und kulturell stark codiert. Dieses spezifische Werden der Heranwachsenden wahrzunehmen und anzuerkennen ist für die Kulturelle Bildung ein weithin offenes Feld. Einerseits ist es wichtig, das Bedürfnis der Kinder und Jugendlichen nach Eindeutigkeit und Positionierung ernst zu nehmen und Gelegenheit für die eigene Verortung und Inszenierung zu geben. Andererseits sollten aber auch ästhetisch‐kulturelle Experimentierräume für Uneindeutigkeiten und Überkreuzungen geschaffen werden. Kulturelle Bildung bietet den Raum, essenzialisierende Zuschreibungen und dominante Rollenbilder zu hinterfragen und Klischees in der ästhetisch‐künstlerischen Praxis zu brechen.

Aus einer diversitätsbewussten Perspektive untersuchte die Fachkonferenz in Vorträgen und Austauschformaten das Handlungsfeld einer geschlechtersensiblen Kulturellen Bildungsarbeit. Die Tagung richtete sich an alle Interessierten, Studierende, Fachkräfte und Multiplikator*innen der Kulturellen Bildung, Jugend- und Sozialarbeit.

 

Dokumentation:

Die Podiumsdiskussion “In der Genderfalle?” zum Nachhören: Kulturpolitisches Forum WDR 3

Fachkonferenz Essen, 17.10.2019: Soziale Choreografien. Community Dance als neue Methode der Jugendkulturarbeit

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Fachkonferenz Essen

17.10.2019

Soziale Choreografien. Community Dance als neue Methode der Jugendkulturarbeit

Tanz findet überall statt: auf Plätzen, in Clubs, auf Bühnen, in Schulen und Kitas, bei Familienfesten und vielen anderen Aktivitäten des sozialen Miteinanders. An all diesen Orten und unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten entwickeln sich soziale Choreografien, die kollektive Momente herstellen und Gemeinschaft festigen. Community Dance nutzt dieses Potential, verbindet künstlerische mit sozialer Praxis und ermöglicht gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe am und durch Tanz. In dieser Vielschichtigkeit leistet der  Community Dance als künstlerische Methode und als Möglichkeit des Empowerments einen wertvollen Beitrag innerhalb der Kinder- und Jugendkulturarbeit .

Die Fachkonferenz diskutierte anhand von Vorträgen, Praxisbeispielen und Workshops zielgruppenspezifische Voraussetzungen und Gelingensbedingungen für die kulturelle Bildungspraxis. Sie fand statt mit Unterstützung von Aktion Tanz – Bundesverband Tanz in Bildung und Gesellschaft.

Dokumentation: