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Online-Fachkonferenz 07.07.2022: Stadt-erfahren. Die Erweiterung des Sozialraums als Grenzüberschreitung

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Stadt-erfahren. Die Erweiterung des Sozialraums als Grenzüberschreitung

Schulausflüge, Klassenfahrten, Urlaubsreisen sind für Kinder und Jugendliche aus Risikolagen und in sogenannten Brennpunkt-Bezirken nicht selbstverständlich. Aktuelle Studien zeigen: Sie kommen seltener über die Grenze ihres eigenen Stadtteils hinaus und partizipieren nur zu einem einstelligen Prozentsatz an Schulausflügen. Die mobilen und sozioökonomischen Einschränkungen schlagen sich in unterschiedlichen Formen sozialer und kultureller Ausgrenzung sowie verminderten Teilhabe- und Bildungschancen nieder.

Im Rahmen von „Kultur macht stark“ können Freizeitangebote von Kinder-, Jugend- und Kultureinrichtungen wichtige neue Lern- und Erfahrungsräume eröffnen und die räumliche und soziale Mobilität erhöhen. Die zusätzliche Vernetzung und Kontakte zu Bündnispartnern auch über Quartier-Grenzen hinaus bieten weiteres Bildungs- und Teilhabepotenziale. So lassen sich auch milieuübergreifende Peer- oder Patenschafts-Ansätze etablieren, die soziale, kulturelle und analog-digitale Kooperationsprozesse in kulturell-kreativen Formationen ermöglichen.

Die Fachkonferenz fand mit Unterstützung des Paritätischen Bildungswerks Bundesverband statt und richtete sich an Akteur*innen aus Stadtteilarbeit, Schulsozialarbeit, Jugend- und Jugendfreizeitstätten, Museen, Theatern, Jugendkunstschulen und kommunalem Bildungsmanagement.

Fachkonferenz Potsdam, 25.05.2022: Öffentliche Räume – Orte für echte Jugendpartizipation und künstlerische Gestaltung

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Öffentliche Räume – Orte für echte Jugendpartizipation und künstlerische Gestaltung

Die kommunale Raumplanung und -entwicklung berücksichtigt noch zu selten Räume zum freien Entdecken, Spielen, Experimentieren und kreativ-ästhetischen Gestalten für Kinder und Jugendliche. Und das, obwohl Heranwachsende an allen Entscheidungen und bei der (künstlerischen) Gestaltung öffentlicher Räume, die sie nutzen und die sie unmittelbar betreffen, angemessen zu beteiligen sind. Dies ist in der UN-Kinderrechtskonvention und in einigen Gemeindeordnungen rechtsverbindlich verankert. Echte Jugendbeteiligung schafft nicht nur Räume für generationenübergreifende Aushandlungsprozesse und damit für Demokratie und Politisierung, sondern bietet zugleich Perspektiven für nachhaltige, lebensfreundliche Stadt- und Regionalplanungen. Sie bedeutet auch die (teilweise) Übergabe von Macht- und Entscheidungspositionen in die Hände der jungen Akteur*innen. Kulturelle Bildung kann mit ihrem emanzipatorisch-transformativen Ansatz einen Möglichkeitsraum bieten, in dem Menschen über Alternativen nicht nur reden, sondern diese selbst entwerfen, gemeinsam erlebbar umsetzen und weiterentwickeln.

Die Fachkonferenz gab kulturpädagogische Impulse und stellte Projekte vor, die Kindern und Jugendlichen vermehrte Teilhabe und Mitbestimmung bieten. Die Tagung fand mit Unterstützung der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung statt und richtete sich an Akteur*innen aus (Bau-)kultureller Bildung, Museen, Jugendkunstschulen, Soziokulturellen Zentren, Schulen, Beteiligungs- und Stadtteilarbeit und kommunalem Bildungsmanagement.

Fachkonferenz Göttingen, 16.05.2022: Globale Dörfer bilden: kreativ, kooperativ und vernetzt in ländlichen Räumen

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Globale Dörfer bilden: kreativ, kooperativ und vernetzt in ländlichen Räumen

Die Idee der globalen Dörfer ist durch weltweite digitale Vernetzungs- und Kommunikationsmöglichkeiten nicht länger eine utopische Fiktion. Globale Dörfer bieten aufbauend auf den Teilsystemen Technologie, Design, Ökologie und Kultur Entwicklungspotenziale für Selbststeuerung und Problemlösung in ländlichen Räumen. Und doch scheinen ländliche Räume in Bezug auf Bildungschancen Entwicklungsverlierer zu sein. Gefragt sind kreative Gegenstrategien, die es jungen Menschen ermöglichen, in ihrer Region zu bleiben, Perspektiven vor Ort zu entwickeln und auf bestehende Ressourcen und Potenziale zuzugreifen. Kulturelle Bildungsarbeit spielt bei der Bewältigung dieser Herausforderungen und der Integration eine entscheidende Rolle. Sie bietet große Chancen für Kulturakteur*innen, gemeinsam mit den jungen Menschen in den Regionen neue Begegnungs- und Möglichkeitsräume zu gestalten. In Zeiten der Digitalisierung lassen sich diese durch Mitbestimmung und Mitwirkung vernetzen und neue Kooperationsformen etablieren.

Die Fachkonferenz fand mit Unterstützung der Stiftung Digitale Chancen statt. Sie richtete sich an Akteur*innen aus Kultureller Bildung, Soziokulturellen Zentren, Schulen, ehrenamtlichem Vereinswesen und kommunalem Bildungsmanagement mit einem Interesse für die Entwicklung ländlicher Räume.

Online-Fachkonferenz, 17.01.2022: Glaubensvielfalt und Kulturelle Bildung? Werte – Ethik – Transzendenz

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Glaubensvielfalt und Kulturelle Bildung? Werte – Ethik – Transzendenz

Ohne ein Verständnis für die Rolle und Bedeutung von Religionen, Glaubens- und Weltvorstellungen lässt sich das vielfältige materielle und immaterielle Erbe von Kulturen nicht vollständig erfassen. Dies gilt vor allem in Bezug auf den religiös inspirierten Gehalt eines Großteils von Kulturen. Gesellschaftliche Herausforderungen ergeben sich dabei durch die Heterogenität kultureller Hintergründe und religiöser bzw. agnostischer Überzeugungen in der heutigen Gesellschaft. Andererseits bieten diese hervorragende Anknüpfungspunkte für Bildungs- und Sozialisationsprozesse unter den Aspekten von Sinnsuche, moralischer Werte-Orientierung und Weltdeutung: Woher komme ich? Was ist menschlich? Warum gibt es so viel Ungerechtigkeit auf der Welt? Was passiert nach dem Tod? Gibt es (einen) Gott? Wird unsere Welt von außerirdischen Mächten regiert? Die verschiedenen Glaubensvorstellungen und weltanschaulichen Überzeugungen zeigen sich vor diesem Hintergrund als eine elementare Bildungsaufgabe und -chance.

Die Fachkonferenz erörterte einen pluralitätsfähigen Ansatz kultureller und religiöser Bildung, der von der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen ausgeht und die Vielfalt von Glaubens- und Welt-Vorstellungen in den Blick nahm. Es wurden interreligiöse und diversitätssensible Ansätze und Settings vorgestellt, die Raum bieten, sich selbst wahrzunehmen, die Einzigartigkeit des Anderen zu entdecken und gemeinsam Kompetenzen zu entwickeln.

Die Tagung fand mit Unterstützung des Borromäusvereins e.V. und mit 321-2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V. statt.

Das jüdische und interkulturelle Puppentheater Bubales und seine künstlerische Leitung Shlomit Tripp wurden am 25.01.2022 im Berliner Abgeordnetenhaus mit dem diesjährigen Obermayer Award für herausragendes Engagement zur Bewahrung jüdischer Geschichte und zur Bekämpfung von Vorurteilen in der heutigen Zeit ausgezeichnet. Die Begründung der Jury und die Aufzeichnung der Preisverleihung können hier angeschaut werden.

Die Inszenierung der Geschichte von „Isaak und dem Elefant Abul Abbas“ auf Arabisch & Deutsch des Bubales-Puppentheaters steht hier zum Anschauen zur Verfügung.

Die Kurzfilm-Serie „Schalömchen-Bahn“ kann hier angeschaut werden.

Online-Fachkonferenz, 16.12.2021: Umweltbildung und Kulturelle Bildung zusammendenken

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Nachhaltige Zukunftsgestaltung: Umweltbildung und Kulturelle Bildung zusammendenken

Kulturelle Bildung befähigt junge Menschen, gestalterisch aktiv zu werden. Umweltbildung wiederum fördert einen verantwortungsbewussten Umgang mit Ressourcen. Die Fachkonferenz lotete aus, wie sich beide Bildungsbereiche in Didaktik und Konzeption zusammendenken lassen. Lässt sich eine nachhaltige Zukunftsgestaltung im Bildungsbereich von Umwelt und Kultur verwirklichen? Was sind die Gelingensbedingungen für kulturelle, umweltgerechte Konzepte und Grundlagen im Rahmen der außerschulischen Jugendkulturarbeit? Welche Methoden fördern neue Erzählungen, Zukunftsbilder und Vorstellungswelten, die auf eine ressourcenschonende und zukunftsfähige Entwicklung des Zusammenlebens auf unserem Planeten ausgerichtet sind? Wie sollten Experimentierräume in der Praxis aussehen, die eine Reflexion von kulturellen Dispositionen unterstützen, Änderungen von tradierten Handlungsmustern einleiten und Wege nachhaltigen Handelns bieten?

Die Online-Fachkonferenz untersuchte, welche praxisorientierten Handlungsansätze mit Blick auf eine nachhaltige Zukunftsgestaltung übertragbar sind oder noch entwickelt werden müssen. Sie richtete sich an Akteure und Interessierte aus der Kulturellen Bildung, Kita- und Schulsozialarbeit, Kinder- und Jugendarbeit, Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Fachkonferenz Remscheid, 03.11.2021: Erfolgreich verbunden? Potenziale analog-digitaler Vernetzung in lokalen Bildungslandschaften

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Erfolgreich verbunden?
Potenziale analog-digitaler Vernetzung in lokalen Bildungslandschaften

Wie lässt sich eine analog-digitale Kulturelle Bildung in kommunalen Strukturen gestalten? Welche Voraussetzungen und Bedingungen müssen geschaffen werden, damit gleichberechtigte kulturelle Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in virtuellen und physischen Sozialräumen gelingt? Um Kulturelle Bildung im gesamten Spektrum analoger, digitaler und hybrider Formate gestalten zu können, müssen agile, kooperative und spartenübergreifende Netzwerke vor Ort gestärkt werden. Doch welche Anforderungen stellt dies konkret für die Praxis, Professionalisierung von Mitarbeitenden, Infrastruktur und Technologien vor Ort? Wie verändert sich durch das „digitale Mindset“ die Kooperation und Kollaboration zwischen Institutionen und Akteur*innen?

Die Fachkonferenz diskutierte nicht einzelne Merkmale Kultureller Bildung, sondern über die zukunftsfähige Entwicklung spartenübergreifender analog-digitaler Netzwerke in lokalen Bildungslandschaften. Sie fand mit Unterstützung des Deutschen Bibliotheksverbands, des Deutschen Bühnenvereins und des Deutschen Museumsbunds statt.

Das Podiumsgespräch der Fachkonferenz wurde aufgezeichnet und am 21.11.2021 gesendet im Rahmen von WDR 3 Forum. Es kann hier nachgehört werden.

Lokal und digital vernetzt? Kulturelle Bildung in lokalen Bildungslandschaften

Gäste:
Elena Frickmann, Projektleiterin, Museum für Gegenwartskunst Siegen;
Kathrin Hartmann, stellvertr. Geschäftsführerin Deutscher Bibliotheksverband;
Prof. Dr. Johannes Moskaliuk, International School of Management Stuttgart;
Dr. Benjamin Reissenberger, Kulturamtsleiter Stadt Neuss;
Moritz Seibert, Intendant Junges Theater Bonn
Prof.in Dr. Susanne Keuchel, Direktorin der Akademie der Kulturellen Bildung

Moderation: Jessica Stratmann-Behr

Dokumentation:

Video-Präsentation LOAD: LOkAL Digital – Orte der Veränderung digital erzählt ist ein Projekt der Stadt- und Kreisbibliothek Schmalkalden, das durch das Programm „Total Digital! Lesen und erzählen mit digitalen Medien“ des Deutschen Bibliotheksverbands e.V. (dbv) im Rahmen von „Kultur macht stark: Bündnisse für Bildung“ (2018-2022) des Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurde.

Fachkonferenz Frankfurt, 05.10.2021: Globale Perspektiven in der Kulturellen Bildung

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Globale Perspektiven in der Kulturellen Bildung

Künste und die Begegnung mit anderen Kulturen ermöglichen Perspektivwechsel. Die internationalen Kontexte von materiellen und immateriellen Kulturgütern, also von Kunstwerken, Musik, Erzählungen, Ritualen und weiteren kulturellen Wissensbeständen, sollen stärker in den Mittelpunkt rücken – auch mit Blick auf die Postcolonial Studies und das Bildungskonzept des globalen Lernens. Zur Verbesserung kultureller Teilhabechancen erscheint es dringlicher als bisher, sie multiperspektivisch zu betrachten und nicht in regionsspezifisch verkürzter Weise.

Können wir uns von bestehenden Betrachtungsweisen in der Kulturellen Bildung lösen und eine offene Haltung fördern, um Künste und Kulturen in ihren globalen Dimensionen zu erfassen? Wie gelingt es, ein mitunter statisch-geschlossenes Kulturverständnis aufzubrechen, das vornehmlich deutsche, europäische und westliche Perspektiven, Werke und Werte darstellt und vermittelt? Wie steht es um die Internationalität von Themen und künstlerischem Repertoire? Wie können migrantische Netzwerke, Kooperationspartner und Fachpersonen in der Kulturellen Bildung am besten eingebunden werden? Und schließlich: Wie lässt sich eine künstlerisch-ästhetische Bildungspraxis unterstützen, die vielstimmige Bilder und Narrative aus nicht-europäischen Kulturräumen in gleicher Wertigkeit und Wertschätzung erzeugt und sichtbar macht?

Die Fachkonferenz wurde unterstützt durch den Bundesverband Netzwerk von Migrantenorganisationen e.V. und diskutierte mit interessierten Akteur*innen aus Kultureller Bildung, Schulen, Stadtteilarbeit und kommunalem Bildungsmanagement.

Online-Fachkonferenz, 17.06.2021: Access for all! Inklusion und digitale Kulturelle Bildung

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Access for all!
Inklusion und digitale Kulturelle Bildung

Inklusion und Digitalisierung gehören zu den drängenden Herausforderungen und Handlungsfeldern in der schulischen und außerschulischen Bildungspraxis. In beiden Bereichen besteht der Bedarf, die Zugänge für benachteiligte Gruppen zu verbessern und Hemmnisse abzubauen. Die Kulturelle Bildung bildet hier keine Ausnahme. Wie lassen sich stützende Strukturen und Angebote aufbauen und die digitale Entwicklung inklusiver Bildungskonzepte vorantreiben? Lassen sich bestehende Angebote über digitale Anwendungen für inklusive Bedarfe anpassen und zugänglich machen? Werden diese neuen Formate von den Zielgruppen genutzt und anerkannt?

Die Online-Konferenz diskutierte, wie mithilfe digitaler Anwendungen neue und inklusive Zugänge geschaffen und verwirklicht werden können, um die Bildungsgerechtigkeit für mehrfach benachteiligte Kinder und Jugendliche zu verbessern. Sie richtete dabei den Blick auf aktuelle Forschungen und Beispiele guter Praxis aus verschiedenen Kunst- und Kultursparten. Der Austausch und die Reflektion über die eigene kulturpädagogische Praxis stand ebenso im Vordergrund wie der künftige Umgang mit Paradoxien bei der Gestaltung digitaler inklusiver Angebote.

Die Fachkonferenz wurde unterstützt vom Verband deutscher Musikschulen e. V. und richtete sich ausdrücklich und spartenübergreifend an alle Fachkräfte in der Kulturellen Bildung.

Online-Fachkonferenz, 10.06.2021: Es lebe der Unterschied? Lokal-regionale Identitäten und Kulturelle Bildung in ländlichen Räumen

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Es lebe der Unterschied?
Lokal-regionale Identitäten und Kulturelle Bildung in ländlichen Räumen

Der demographische und digitale Wandel führt zu Veränderungen in ländlichen Regionen. Neben strukturellen Ausdünnungen kultureller Angebote durch Schrumpfung und Überalterung ist in jüngster Zeit auch ein neuer Trend zur Landliebe und zum Zuzug feststellbar. Die Fachkonferenz thematisierte die Rolle und Bedeutung Kultureller Bildung für die Herausbildung und Transformation lokal-regionaler kultureller Identitäten. Damit wurde ein Perspektivwechsel beabsichtigt. Nicht strukturelle Defizite sollten im Mittelpunkt stehen, sondern die kulturellen Unterschiede und Potenziale von ländlichen Regionen.

Die vielfältigen lokalen Kulturpraxen – Traditionen, Erzählungen und besondere Feste – können im Gemeinschaftsleben vor Ort identitätsstiftend wirken. Dabei ist für Kinder und Jugendliche, die in ländlichen Regionen aufwachsen oder neu zugezogen sind, lokale Zugehörigkeit und kulturelle Teilhabe ebenso bedeutsam wie der Dialog zwischen den Generationen darüber, was kulturelle Identität ausmachen soll. Hier können kulturelle Bildungsangebote Kinder und Jugendliche unterstützen, als Agenten des Wandels zu agieren und sich für die Bedeutung und Erhaltung, aber ebenso für eine zeitgemäße Interpretation und Anpassung lokaler kultureller Praxen, Angebote und Strukturen stark zu machen. Dadurch kann sowohl ein generationenübergreifender Austausch wie auch eine Verstetigung von kulturellen Veranstaltungen und Bildungsangeboten vor Ort gefördert werden.

Die Fachkonferenz bot neben Vorträgen und Projektbeispielen zudem praxisorientierte Austauschmöglichkeiten und Beratung in unterschiedlichen Themenforen an. Sie fand mit Unterstützung des Bundesverbands Soziokultur e.V. statt.

Online-Fachkonferenz 06.05.2021: Utopia und ich. Potenziale nachhaltiger Zukunftsgestaltung durch Baukulturelle Bildung

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Utopia und ich. Potenziale nachhaltiger Zukunftsgestaltung durch Baukulturelle Bildung

Das Unmögliche von Utopien hat große Anziehungskraft und das Potenzial, die Grenzen des Machbaren zu erweitern. Jenseits des Konventionellen bieten Utopien Lösungen an und sind eng verknüpft mit der Gegenwart und ihren Sehnsüchten. Im Zeitalter der Krisen fordern uns Kinder und Jugendliche mit ihrem Engagement für Fridays for Future zum Handeln auf – für eine bessere Zukunft, die gebaute Umwelt und öffentliche Räume neu denkt.

Die Tagung diskutierte Potenziale Baukultureller Bildung für Kreativität, Selbstwirksamkeit und die Aneignung von Raum und Zukunft durch Kinder und Jugendliche. Baukulturelle Bildung gibt ihnen ein Vokabular und Methoden an die Hand, um gebaute Umwelt zu lesen und selbst aktiv zu werden. Sie macht durch Visualisierungen, Modelle und konkrete Gestaltungen Positionen sichtbar. Insbesondere mithilfe künstlerisch-ästhetischer Lern- und Vermittlungsformen können Heranwachsende sich neue Perspektiven sowie Erfahrungs- und Experimentierräume erschließen. Ihre Zukunftsvisionen können sie anhand konkreter Fragen entwickeln und veranschaulichen: Welche Orte sind mir wichtig in meinem Quartier? Was lenkt meinen Blick und wo halte ich mich am liebsten auf? Was braucht ein Platz, damit ich mich dort wohlfühle? Welche Erlebnisse verbinde ich mit einem Ort? Wie soll meine Kommune im Jahr 2048 aussehen?

Die Online-Fachkonferenz richtete sich mit Vorträgen, Beispielen guter Praxis und Themenforen an Fachpersonen und interessierte Akteur*innen aus Baukultureller Bildung, Museen, Jugendkunstschulen, Soziokulturellen Zentren, Schulen, Stadtteilarbeit und kommunalem Bildungsmanagement.

 

Weiterführende Literaturhinweise:

Ralf Fleckenstein/ Britta Grotkamp/ Barbara von Jagow/ Päivi Kataikko-Grigoleit/ Angela Million/ Silke Edelhoff (Hrsg): Handbuch der baukulturellen Bildung. Jugend Architektur Stadt. Sonderpublikation des Instituts für Stadt- und Regionalplanung der Technischen Universität Berlin, 2019. Open Access

Angela Million / Thomas Coelen / Anna Juliane Heinrich / Christine Loth / Ivanka Somborski: Gebaute Bildungslandschaften. Verflechtungen zwischen Pädagogik und Stadtplanung. Berlin 2017. Open Access